Der PS verzeichnet am Dienstag um 09.25 Uhr ein Minus von 0,4 Prozent auf 11'400 Franken, dies in einem ebenfalls leicht tieferen Gesamtmarkt (SPI -0,3 Prozent). Im frühen Handel war der PS bis auf 11'790 Fr. (+3,2 Prozent) gestiegen.  Analysten loben die Widerstandsfähigkeit des Luxusschokolade-Geschäfts trotz hoher Preise und rückläufiger Absatzmengen, weisen aber auch auf Risiken hin.

Der Schokoladenhersteller erzielte 2025 ein organisches Umsatzwachstum von 12,4 Prozent und übertraf damit sowohl die eigene Zielbandbreite als auch die Erwartungen des Marktes. Getragen wurde das Wachstum vor allem von Preiserhöhungen von 19 Prozent, während die Absatzmengen zurückgingen - laut Analysten um über 6 Prozent.

Die Experten sind sich einig, dass Lindt seine starke Marktposition und Preissetzungsmacht erneut unter Beweis gestellt hat. Die ZKB spricht von einem «hervorragenden» Jahr. Zugleich streicht die Bank hervor: Es bestünden aufgrund der noch nie dagewesenen Preiserhöhungen von bis zu 19 Prozent auch Risiken für die Volumenentwicklung im neuen Jahr, der Hauptteil der notwendigen Aufschläge sei jedoch bereits umgesetzt. Erwartet werden für 2026 weitere Preiserhöhungen von gegen 7 Prozent.

Bernstein betonte, dass das Umsatzwachstum im zweiten Halbjahr deutlich über den Erwartungen gelegen habe, insbesondere in Europa. Da konnten Lindt & Sprüngli auch vorübergehende Auslistungen etwa in der Schweiz bei Migros und in Frankreich nichts anhaben. Als Erfolg erwies sich auch die weltweit lancierte Dubai-Schokolade, die trotz hoher Preise ihre Käuferschaft fand.

Gleichzeitig warnen die Analysten vor möglichen Lageraufbauten und dem Risiko von Destocking-Effekten im Jahr 2026. Das Management habe diese Sorgen allerdings mit der Bestätigung der langfristigen Wachstums- und Margenziele zu dämpfen versucht, hiess es.

Vontobel und UBS heben die bestätigte Guidance hervor. Für 2026 sehen sie Lindt gut positioniert, um trotz anhaltender Kakaokosten ein solides Wachstum und steigende Margen zu erzielen. Die ZKB betont, dass sich die Situation beim Kakaopreis massiv entschärft habe, was für 2027 zu einem «Sweet Spot» führen könnte.

(AWP)