Die Aktien der Partners Group legen am Donnerstag im frühen Handel um 0,8 Prozent auf 678,40 Franken zu, während der Gesamtmarkt gemessen am Swiss Market Index (SMI) unverändert notiert. Seit Jahresbeginn haben die Titel von Partners Group 31 Prozent an Wert verloren.
Während die Analysten reihum von Bank of America bis Vontobel in den vergangenen Monaten die Kursziele reduzierten, hält Roger Degen, zuständiger Analyst bei der Bank Julius Bär, weiterhin an seinem von 1100 Franken mit einem «Buy»-Rating fest. Das ergibt ein Aufwärtspotenzial von etwas mehr als 60 Prozent.
Partners Group sei ein führender globaler Vermögensverwalter für Private-Equity-Investitionen mit stabilen langfristigen Erträgen und einem hocheffizienten Kostenmodell, argumentiert der Experte von Julius Bär. Der Zuger Finanzdienstleister verfolge einen differenzierten Relative-Value-Ansatz und investiere über verschiedene Entwicklungsstadien, Regionen und Arten von Private-Equity-Investitionen hinweg.
Der Analyst Degen betont zudem, dass Partner Group nur einen geringen Anteil an Eigenkapitalinvestitionen halte. Das Wachstum der Managementgebühren dürfte weiterhin durch die Investitionsnachfrage - sprich steigende Allokation institutioneller Anleger und privater Vermögen in Private-Equity-Investitionen - und das Investitionsangebot wie private Infrastruktur, Private Equity, private Immobilien und Private Credit gestützt werden.
Die Ergebnisse des ersten Halbjahres entsprachen den Erwartungen, wobei ein stärkerer Währungseffekt durch einmalige verspätete Managementgebühren kompensiert wurde. Partners bestätigte zwar seine Prognose für das Fundraising, ging aber bei den Performancegebühren etwas vorsichtiger vor, erläutert der Experte von Julius Bär.
Die negative Marktreaktion hält Julius Bär deshalb für übertrieben - die Valoren gaben seit der Publikation der Halbjahreszahlen um 7,8 Prozent nach. Der Analyst Degen bestätigt seine Kaufempfehlung aufgrund einer angemessenen Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14,6x für das Jahr 2027 und einer Dividendenrendite von 6,7 Prozent. Weitere Argumente für den Titel seien eine überdurchschnittliche Wachstumsperformance, exzellente Margen und ein defensiveres Risikoprofil im Vergleich zum allgemeinen Private-Equity-Sektor.
Gemäss AWP-Analyser stufen je sieben Analysten den Titel mit «Kaufen» und «Halten» ein. Eine Verkaufsempfehlung liegt nicht vor. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 858 Franken.
(cash)
