Der Vermögensverwalter Partners Group hat im ersten Halbjahr in etwa im Rahmen der Markterwartungen abgeschlossen. Geschäftsertrag und Gewinn gingen etwas zurück. Derweil kommt es an der Unternehmensspitze zu einem Wechsel. So steht auch die Aktie klar tiefer. Die Titel geben 6,8 Prozent nach.
Die Erträge sanken in den ersten sechs Monaten 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7 Prozent auf 1,12 Milliarden Franken, wie die auf Privatmarktanlagen spezialisierte Gesellschaft am Dienstag mitteilte. Das lag an deutlich tieferen Einnahmen aus Performance Fees, die mit 216 Millionen um 39 Prozent zurückgingen. Die Einnahmen aus den erfolgsabhängigen Gebühren erreichten damit einen Anteil von 19 Prozent der Gesamteinnahmen.
Die Haupt-Ertragsquelle für Partners Group sind die fixen Managementgebühren, welche sich abhängig von den verwalteten Vermögen entwickeln. Diese Einnahmen beliefen sich im ersten Semester auf 905 Millionen (+6 Prozent). Wie bereits seit Juli bekannt, verwaltete der Zuger Asset Manager Ende Juni 186 Milliarden Dollar nach 185 Milliarden Ende 2025.
Der EBITDA ging damit im ersten Semester um 9 Prozent auf 706 Millionen Franken zurück, was einer Marge von 63 Prozent entspricht. Und der Gewinn fiel mit 502 Millionen um 13 Prozent tiefer aus.
Mit Blick in die Zukunft bestätigte Partners Group derweil die Prognose für das Gesamtjahr: Für 2026 rechnet der Zuger Asset Manager weiterhin mit neuen Kapitalzusagen im Umfang von 26 bis 32 Milliarden US-Dollar. Neu rechnet er beim Anteil der Performanceerträge am Gesamteinkommen mit etwa 20 bis 25 Prozent. Zuletzt hatte es geheissen, er solle 2026 insgesamt am unteren Ende der eigentlichen Zielbreite von 25 bis 40 Prozent zu liegen kommen.
Zudem kündigte Partners Group per 1. Januar 2027 einen Wechsel an der Spitze an: CEO David Layton soll in den Investmentbereich zurückkehren als Chief Investment Officer und «Chairman of the Global Investment Committee». Roberto Cagnati, Partner, sowie Juri Jenkner, Partner und President, werden Co-CEOs. Layton war dann acht Jahre lang Unternehmenschef: zunächst ab 2019 als Co-CEO und seit 2021 als alleiniger CEO.
(AWP)

