Wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten, haben einige Mitarbeiter der von Wolf-Henning Scheider geleiteten Sparte das Unternehmen verlassen, während andere in andere Unternehmensbereiche – etwa in die Abteilungen für Infrastruktur oder «Royalties» (Lizenz- und Ertragsrechte) – versetzt wurden. Die Massnahmen betrafen Standorte weltweit und erstreckten sich über verschiedene Hierarchieebenen innerhalb der Sparte, die mehr als 200 Mitarbeiter umfasst. Die Informanten wollten angesichts der vertraulichen Natur der Informationen anonym bleiben.

Die Performance älterer Portfolios der Partners Group blieb hinter der einiger Wettbewerber zurück. Dies hat dazu geführt, dass Investoren vermehrt die Rückzahlung von Kapital aus den sogenannten «Evergreen»-Fonds des Unternehmens fordern.

Als eines der grössten europäischen Unternehmen für Anlagen in privaten Märkten – mit einem verwalteten Vermögen von 186 Milliarden US-Dollar – versucht die Partners Group, eine turbulente Phase hinter sich zu lassen. In dieser Zeit geriet das Unternehmen unter anderem ins Visier eines Leerverkäufers, während gleichzeitig Zweifel an den von ihr angesetzten Bewertungen aufkamen.

«Die Grösse des Private-Equity-Teams der Partners Group bewegt sich weiterhin im Rahmen des langfristigen Durchschnitts, wobei wir im vergangenen Jahr unsere operativen Führungskapazitäten deutlich gestärkt haben», teilte das Unternehmen in einer Stellungnahme mit. «Dies spiegelt ein Buyout-Umfeld wider, in dem die Schaffung langfristiger Werte und die Ausschüttung von Erträgen einen höheren operativen Aufwand erfordern.»

Die Personalabgänge im Private-Equity-Team erfolgten im Anschluss an eine der regelmässigen Leistungsüberprüfungen des Unternehmens, so ein Sprecher.

Zu den hochrangigen Neueinstellungen im vergangenen Jahr zählen laut dem Sprecher unter anderem Tarak Mehta, Nicholas Smith Wang, Jennifer Hoh und Pete Zippelius. Die Aktien der Partners Group sind in diesem Jahr um rund 40 Prozent gefallen. Damit zählt das in Zug ansässige Unternehmen zu den Finanzwerten mit der schlechtesten Performance in Europa – in einer Zeit, in der Private-Equity-Gesellschaften generell unter anhaltendem Druck stehen. Eine kürzlich erfolgte Umstrukturierung im Management, bei der David Layton vom Posten des CEO auf die Position des Chief Investment Officer wechselte, konnte den Kursverfall bislang kaum stoppen.

Die Partners Group musste zuletzt eine Reihe von Wertminderungen bei ihren Investitionen hinnehmen – teilweise bei Anlagen, die auf dem Höhepunkt des Marktes nach der Covid-Pandemie getätigt wurden. Die Performance im Private-Equity-Bereich hängt stark vom Zeitpunkt der Transaktionen ab: Investitionen, die gegen Ende der Niedrigzinsphase – als die Bewertungen in die Höhe schossen – getätigt wurden, stehen heute angesichts deutlich höherer Zinsen oft unter Druck.

Bereits Anfang des Jahres schrieb die Partners Group ihre Beteiligung an dem Gesundheitsunternehmen Pharmathen ab; zudem wird derzeit erörtert, ob die Kontrolle über den deutschen Spielzeughersteller Schleich an dessen Gläubiger übergeben werden soll. Auch eine mögliche Kapitalzufuhr für den französischen Immobiliendienstleister Emeria SASU wurde in Betracht gezogen.

Selbst bei einem der Vorzeigeobjekte im Portfolio, dem Uhrenhersteller Breitling, kommt es zu Stellenstreichungen, da das Schweizer Unternehmen mit einer nachlassenden Nachfrage im Luxussektor und gestiegenen Kosten zu kämpfen hat.

Wie andere Private-Equity-Gesellschaften hat auch die Partners Group Schwierigkeiten, ihre Beteiligungen so zügig wie in der Vergangenheit zu veräussern. Dies führt dazu, dass Investoren länger auf ihre Rückzahlungen warten müssen. Einige Anleger – insbesondere vermögende Privatpersonen – haben daher begonnen, die regelmässigen Rückgabemöglichkeiten zu nutzen, die die von der Partners Group massgeblich mitentwickelte «Evergreen»-Struktur bietet.

Gleichzeitig verzeichneten einige der jüngeren Private-Equity-Investitionen der Partners Group ein stärkeres Ergebniswachstum, als es das Unternehmen in seiner 30-jährigen Geschichte bisher erlebt hat. Zudem haben die neueren «Evergreen»-Fonds im Infrastrukturbereich laut einer aktuellen Analyse der Goldman Sachs Group Inc. besser abgeschnitten als viele grosse Wettbewerber.

Auf den Rückgabedruck hat die Partners Group reagiert, indem sie für einen ihrer wichtigsten Private-Equity-Fonds – die 6,6 Milliarden Euro schwere «Global Value SICAV» – einen Plan zur Aufteilung in zwei Teilportfolios vorgelegt hat. Ältere Vermögenswerte sollen in einen Bereich verlagert werden, während eine kleinere Anzahl neuerer Investitionen – bei denen die Wahrscheinlichkeit für höhere Renditen grösser ist – in einen anderen Bereich überführt wird.

Dieser Schritt soll Anlegern, die ihr Kapital abziehen möchten, eine entsprechende Möglichkeit bieten, während langfristig orientierte Investoren in den vielversprechenderen Anlagen des Fonds investiert bleiben können.

(Bloomberg/cash)

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