Im gesamten ‌ersten ⁠Halbjahr 2026 wurden bei Kunden insgesamt 16 Milliarden Dollar ⁠an neuen Geldern eingeworben, wie Partners Group am Mittwoch nach Börsenschluss mitteilte. Damit ‌übertraf das Schweizer Unternehmen Analystenschätzungen leicht. Für ‌das Gesamtjahr 2026 stellte die ​Private-Equity-Gesellschaft weiterhin eine Brutto-Kundennachfrage von 26 bis 32 Milliarden Dollar in Aussicht.

Anfang Juni sah sich Partners Group gezwungen, die Rücknahme von Anteilen eines milliardenschweren «Evergreen»-Fonds zu begrenzen, weil sonst Notverkäufe der zugrunde ‌liegenden Investitionen gedroht hätten. Die Ankündigung löste bei Partners Group, deren Aktien im Schweizer Leitindex SMI notiert sind, einen Kurssturz aus, und ​Anleger setzten ein Fragezeichen hinter die mittelfristigen Wachstumsaussichten ​der Gesellschaft.

Vor allem Privatkunden wollen ​sich zunehmend von ausserbörslichen Anlagen trennen, indem sie Anteile an die Fondsanbieter zurückgeben. ‌Während das Geld bei herkömmlichen Anlagen in nicht börsennotierte Unternehmen (Private Equity), Infrastruktur (Private Infrastructure) oder Firmenkredite (Private Credit) über die Laufzeit von ​oftmals ​zehn Jahren gebunden ist, können ⁠Evergreen-Fonds in begrenztem Ausmass versilbert werden. Doch ​Fondshäuser können die ⁠Abzüge pro Quartal üblicherweise bei fünf Prozent des Fondsvolumens deckeln. Dieses ‌sogenannte «Gating» passierte auch bei einer Reihe von Fonds anderer Anbieter.

Partners Group erklärte nun, Evergreen-Anteile im Volumen von ‌3,8 Milliarden Dollar seien zurückgegeben worden. Dem ​hätten Neuverpflichtungen von 4,2 Milliarden Dollar gegenübergestanden.

(Reuters)