Die Roche-Partizipationsscheine schlossen am Montag bei 360 Franken. In den vergangenen vier Wochen legte der Titel um 6 Prozent zu und steht auf Jahresfrist gar 39 Prozent höher. Nach den letzte Woche vorgelegten Halbjahreszahlen heben die Analysten den Daumen. 

Auf den ersten Blick fielen die Halbjahreszahlen zwar durchwachsen aus, weil die Basler Pharmafirma im ersten Halbjahr 2026 unter dem starken Franken gelitten hatte. Entsprechend lagen die wichtigsten Kennzahlen in der Berichtswährung Schweizer Franken unter den Vorjahreswerten. Für das Gesamtjahr bestätigte der Pharmakonzern am Donnerstag seine bisherigen Ziele.

Als erste Bank erhöhte die LBBW am vergangenen Donnerstag das Kursziel für Roche auf 380 von 360 Franken und bestätigte die Einstufung «Kaufen». Die negative Wechselkursentwicklung des Frankens habe sich im zweiten Quartal zwar abgeschwächt, schrieb Timo Kürschner in einer Kundennotiz. Im ersten Halbjahr hätten negative Währungseffekte den ausgewiesenen Umsatz um 2 Prozent sinken lassen. Organisch sei Roche dagegen um 6 Prozent gewachsen, womit das Wachstum weiterhin intakt sei, so der LBBW-Experte.

Am Montag kam weiterer Schub dank einer Kurszielerhöhung des Vermögensverwalters Vontobel. Deren Analyst Stefan Schneider erhöhte das Kursziel auf 405 von 400 Franken und mit einem «Buy»-Rating. Nach jahrelangem Wiederaufbau seiner Produktpipeline habe der Pharmakonzern nun Erfolge vorzuweisen, schrieb Schneider in einer Kundennotiz.

So beginne Roche gerade, die Früchte dieser Arbeit zu ernten. Mehrere neue Produkte stünden kurz vor der Zulassung und Markteinführung, und die Pipeline fülle sich weiterhin in raschem Tempo. Der Konzern könne nun seine M&A-Aktivitäten zurückfahren und in seine Markteinführungen sowie in die Pipeline investieren. Die geringeren Risiken in der Pipeline sorgten zudem für eine bessere Visibilität von Wachstum und Gewinnen über mehrere Jahre, so der Experte von Vontobel. 

Noch einen Schritt weiter geht Bernstein SG, welche das Kursziel für Roche auf 434,50 von 394 Franken angehoben haben. Analyst Justin Smith erwartet, dass der Kapitalmarkttag im September aufgrund der gestiegenen Forschungsproduktivität die Stimmung der Anleger verbessern könnte. Ein Hauptthema dürfte die für nächstes Jahr geplante Markteinführung des Brustkrebsmedikaments Giredestrant sein. Während die Markterwartungen diesbezüglich eher verhalten sind, sieht Roche darin einen potenziellen Verkaufsschlager.

Gemäss AWP-Analyser stufen acht Analysten den Titel mit «Kaufen», sieben mit «Halten» und einer mit «Verkaufen» ein. Das durchschnittliche Kursziel steht bei 355 Franken. Das Allzeithoch liegt bei 404,20 Franken und somit knapp unter dem Kursziel von Vontobel. 

Thomas Daniel Marti
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