Pfizer steigerte seinen Umsatz im abgelaufenen Jahresviertel um drei Prozent auf 15 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 0,77 Dollar auf dem Niveau des Vorjahresquartals von 0,78 Dollar. Analysten hatten im Schnitt lediglich 0,68 Dollar erwartet. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern nun mit Erlösen zwischen 60,5 und 62,5 Milliarden Dollar, nachdem zuvor 59,5 bis 62,5 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt worden waren. Die Prognose für den Gewinn je Aktie bekräftigte das Unternehmen.
Während sich das Kerngeschäft besser entwickelte als gedacht, schraubte Pfizer die Erwartungen für seine Covid-19-Produkte für das Gesamtjahr von rund fünf auf etwa vier Milliarden Dollar zurück. So brachen die Erlöse mit dem Medikament Paxlovid im zweiten Quartal um 95 Prozent ein, der Umsatz mit dem gemeinsam mit BioNTech entwickelten Impfstoff Comirnaty fiel um 32 Prozent auf 261 Millionen Dollar. Der weltweite Nachfrageeinbruch schlägt auch voll auf den deutschen Partner durch: BioNTech musste am Dienstag wegen der vollen Impfstofflager seine eigenen Umsatzziele für das laufende Jahr deutlich nach unten korrigieren.
Pfizer setzt nun verstärkt auf neue Medikamente, um die schwindenden Corona-Einnahmen auszugleichen und die Abhängigkeit von älteren Kassenschlagern zu verringern. Der Konzern kündigte zudem ein zusätzliches Sparprogramm an, das zwischen 2027 und 2029 weitere 2,5 Milliarden Dollar einbringen soll. Investoren erhoffen sich zudem von der zehn Milliarden Dollar schweren Übernahme von Metsera eine starke Positionierung auf dem rasant wachsenden Markt für Medikamente gegen Fettleibigkeit. Die Pfizer-Aktie hat seit ihrem Höchststand während der Pandemie mehr als 50 Prozent an Wert verloren. Am Dienstag legten die Papiere im vorbörslichen Handel um 1,8 Prozent auf 25,50 Dollar zu.
(Reuters)

