⁠Sie rechnet nun für 2026 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von ⁠4,0 Prozent, wie die Notenbank am Mittwoch in Kopenhagen mitteilte. Zuvor war sie ‌von lediglich 1,8 Prozent ausgegangen. Für 2027 ‌hob sie ihre Vorhersage von ​1,8 auf 2,3 Prozent an.

«Das Wachstum wurde vor allem durch einen ausserordentlichen Anstieg der Produktion der pharmazeutischen Industrie im Ausland in der ersten Jahreshälfte angetrieben», hiess es in der Mitteilung. Als Treiber ‌gilt der Pharmakonzern Novo Nordisk, dessen Abnehmmittel Wegovy vor allem in den USA stark gefragt ist.

Bereits im August hatte die dänische Regierung ​das unerwartet hohe Wachstum auf den Erfolg ​von Wegovy zurückgeführt. Die Aktien des ​Unternehmens sind jedoch seit ihrem Höchststand im Jahr 2024 deutlich gefallen - unter anderem durch ‌den harten Konkurrenzkampf mit dem US-Konzern Eli Lilly und das erwartete Aufkommen von billigeren Nachahmerprodukten.

Notenbankchef Christian Kettel Thomsen sagte, die dänische Wirtschaft trotze ​bislang ​den weltweiten Turbulenzen. «Wir erwarten in ⁠diesem Jahr ein starkes BIP-Wachstum, aber ​ohne Anzeichen für einen erhöhten ⁠Lohn- oder Preisdruck.» Dies liege daran, dass ein grosser Teil ‌des Wachstums aus der Produktion im Ausland stamme und nur begrenzt auf dänische Arbeitskräfte und Kapital zurückgreife.

Dänemark ‌ist die Heimat von Weltkonzernen wie der Reederei ​Maersk, dem Brauereikonzern Carlsberg, dem Spielzeughersteller Lego und dem Windradbauer Vestas.

(Reuters)