Der Bruttoumsatz legte um 2,2 Prozent auf 201,0 Millionen Euro zu, wie der Komponenten- und Gehäusehersteller am Mittwoch mitteilte. In Lokalwährung ergab sich gar ein Plus von 5,9 Prozent. Der Auftragseingang lag mit 193,8 Millionen um 0,4 Prozent unter dem Vorjahreswert, währungsbereinigt resultierte auch hier ein stärkerer Anstieg um 3,4 Prozent.
Während die Sparte DewertOkin Technology (DOT) Group, welche Antriebssysteme für Komfort- und Pflegemöbel herstellt, im ersten Quartal 2026 nach wie vor die durch die US-Handelszölle ausgelöste gedämpfte Nachfrage spürte, zog die Dynamik in den beiden Industriesparten getragen von der Industriekonjunktur spürbar an. Insbesondere die Sparte Industrial Components habe mit zweistelligem Umsatzwachstum und einer überproportionalen Ertragssteigerung überzeugt, heisst es zum Geschäftsgang.
Marge innerhalb des Zielbandes
Das Betriebsergebnis (EBIT) zog um knapp 22 Prozent auf 16,4 Millionen Euro an und die entsprechende Marge um 1,3 Prozentpunkt auf 8,2 Prozent. Sie liegt damit im angestrebten Zielbereich von 8 bis 12 Prozent. Der Reingewinn schliesslich lag bei 10,7 Millionen um 5,2 Prozent über dem Vorjahreswert.
Nach Sparten betrachtet verzeichnete Industrial Components mit einer Zunahme von 15,0 Prozent auf 49,9 Millionen Euro den grössten Umsatzzuwachs. Die Sparte Enclosure Systems (Gehäusetechnik) steigerte die Verkäufe um 4,2 Prozent auf 55,8 Millionen, wogegen die grösste Sparte DOT ein Minus von 6,3 Prozent auf 88,1 Millionen verzeichnete.
Dividende soll trotz geringerem Gewinn steigen
Gleichzeitig mit den Quartalszahlen gab das Unternehmen auch die definitiven Geschäftszahlen für das Jahr 2025 bekannt, wobei die Angaben vom Februar in etwa bestätigt, bzw. präzisiert wurden. So nahm der Bruttoumsatz um 2,8 Prozent auf 757,3 Millionen Euro ab. Der Betriebsgewinn (EBIT) sank um 7,6 Prozent auf 47,6 Millionen und der Reingewinn um 13,1 Prozent auf 31,8 Millionen.
Die Dividende soll trotz des im Gesamtjahr rückläufigen Reingewinns auf 19,50 Franken je Aktie erhöht werden.
Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2026 zeigt sich Phoenix Mecano vorsichtig. Trotz des anhaltend herausfordernden Umfelds sei mit stabilen bis leicht positiven Impulsen aus den Kernmärkten zu rechnen. Insgesamt strebt das Unternehmen für das Gesamtjahr eine weitere Steigerung der Profitabilität an und erwartet ein leicht über dem Vorjahr liegendes Betriebsergebnis.
Die geopolitischen Unsicherheiten, protektionistische Tendenzen sowie Währungs- und Rohstoffpreisschwankungen könnten das Geschäft jedoch beeinflussen, warnt Phoenix Mecano gleichzeitig.
Sorgen bereitet etwa der Iran-Krieg. Im ersten Quartal habe sich die Erholung der Industriekonjunktur in Europa zwar fortgesetzt. Die Auswirkungen des Kriegs im Iran würden sich aber erst mit Verzögerung in den Geschäftszahlen niederschlagen, heisst es im Ausblick weiter. Direkt betroffen seien etwa die Standorte der Gruppe im Nahen Osten. Die zu erwartenden negativen makroökonomischen Folgen liessen sich derzeit schwer abschätzen, dürften aber die Ergebnisentwicklung im zweiten Quartal beeinträchtigen.
(AWP)

