Das US-Bruttoinlandsprodukt legte von Oktober bis Dezember auf ⁠das Jahr hochgerechnet um 1,4 Prozent zu, wie das Handelsministerium ‌am Freitag in Washington mitteilte. Von der ‌Nachrichtenagentur Reuters befragte ​Ökonomen hatten ein mehr als doppelt so grosses Plus von 3,0 Prozent vorhergesagt. Im Vorquartal hatte es noch zu einem Wachstum von 4,4 Prozent gereicht.

Da im Herbst ‌wegen des Haushaltsstreits die Regierungsgeschäfte für 43 Tage weitgehend ruhten («Shutdown»), bremste dies die Wirtschaft. Die Veröffentlichung der Daten verzögerte sich ​um mehrere Wochen. US-Präsident Donald Trump hatte ​schon vor Bekanntgabe der Ergebnisse ​in den sozialen Medien geschrieben, dass der Shutdown mindestens zwei Prozentpunkte ‌an Wachstum gekostet habe. Zudem forderte er die Notenbank Fed einmal mehr zu Zinssenkungen auf.

2025 insgesamt wuchs die ​weltgrösste ​Volkswirtschaft um 2,2 Prozent. ⁠2024 - dem Jahr vor dem Präsidentenwechsel ​von Joe Biden auf ⁠Trump - hatte es noch zu einem Plus ‌von 2,8 Prozent gereicht. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Januar seine Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft für ‌2026 von 2,1 auf 2,4 Prozent angehoben. 

(Reuters)