Auch Advent prüft eine mögliche Übernahme, wie Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet. Die Investoren könnten ein Delisting anstreben und sich dabei mit dem kontrollierenden Hauptaktionär zusammenschliessen, dem schwedischen Unternehmer Frederik Paulsen.
Die Aktien des in Zug ansässigen Auftragsherstellers von Arzneimitteln haben in diesem Jahr um nahezu 20 Prozent zugelegt und bringen PolyPeptide auf eine Marktkapitalisierung von rund 1 Milliarde Franken.
PolyPeptide ist auf die Entwicklung und Herstellung synthetischer Peptide spezialisiert, insbesondere für Anwendungen im Stoffwechselbereich, etwa bei Adipositas und Diabetes. Das Unternehmen befindet sich derzeit in einer Restrukturierung, die von Investoren positiv aufgenommen wurde, und baut seine Produktionskapazitäten aus. Es betreibt Standorte in Europa, den USA und Indien.
Die Gespräche befänden sich noch in einem frühen Stadium, und es sei ungewiss, ob sie zu einer Transaktion führen, sagten die Insider. Zudem könnten weitere Interessenten auftreten.
Vertreter von Advent, EQT und KKR lehnten eine Stellungnahme ab. Ein Sprecher von PolyPeptide erklärte, das Unternehmen konzentriere sich weiterhin auf die Umsetzung seines strategischen Plans und die Schaffung langfristigen Mehrwerts für seine Aktionäre und Kunden, und lehnte weitere Kommentare ab.
An der Schweizer Börse SIX hatten die Polypeptide-Aktien am Freitag dank einem Schlussspurt am späten Nachmittag um 7,8 Prozent auf 31,65 Franken zugelegt. Damit schlossen sie nur noch wenig unter dem bisherigen Jahreshoch vom Januar bei 32,70 Franken.
Der Auftragsfertiger von Peptidwirkstoffen erwartet im laufenden Jahr ein starkes Wachstum, dies vor allem dank dem Geschäft mit Peptiden für metabolische Therapien wie GLP-1. Er baut derzeit seine Kapazitäten an mehreren Standorten aus.
(Bloomberg/cash/AWP)

