Der Autobauer Porsche hat in allen Vertriebsregionen weltweit im Jahresverlauf Einbussen verzeichnet. Von Januar bis September lieferte ‌die ⁠Sportwagenschmiede 178.532 Neuwagen aus, wie Porsche am Freitag mitteilte. Das ⁠Verkaufsvolumen lag nach neun Monaten wie schon nach dem Halbjahr 16 Prozent unter ‌Vorjahr. Den schärfsten Rückgang verzeichnete die Volkswagen-Tochter abermals ‌in China. Mit rund ​21.500 Fahrzeugen ging der Absatz bis Ende September um ein Drittel zurück. «Das Marktumfeld bleibt dort unverändert anspruchsvoll», erklärte Porsche.

Die langfristige Entwicklung der Marke sei wichtiger als kurzfristige Volumenziele - das heisst, Porsche ‌senkt in China trotz des harten Wettbewerbs die Preise nicht, um mehr zu verkaufen. Zu Spitzenzeiten 2020 bestritt Porsche 35 Prozent seiner ​Verkäufe in China, dem weltweit grössten Automarkt. Nun sind ​es nur noch zwölf Prozent. ​Mittelfristig erwartet Porsche einen weiteren Rückgang des Anteils unter zehn Prozent, wie ‌es in dieser Woche auf dem Kapitalmarkttag hiess. Der Markt Nordamerika, wo Porsche unter den gestiegenen Importzöllen der USA leidet, verzeichnete mit ​gut ​56.000 Autos 13 Prozent weniger Verkäufe. ⁠In Europa nahmen die Kunden ​elf Prozent weniger ab.

Von ⁠den Modellreihen bleibt der Sportwagen 911 der Renner - elf Prozent ‌mehr der Zweitürer rollten zu den Kunden. Vor allem die exklusiven, teuren Varianten des Modells GTS, ‌Turbo und GT seien gefragt. Vertriebschef Matthias Becker ​sieht das als Bestätigung der nun eingeschlagenen Strategie, stärker auf hochpreisige Ausführungen und exklusive Sonderanfertigungen zu setzen.

(Reuters)