Beim Autobauer Porsche bleibt der Absatz auf Talfahrt: Im ersten Quartal lieferte die Sportwagenschmiede ‌aus ⁠Stuttgart knapp 61'000 Fahrzeuge aus, das waren 15 ⁠Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang liege «im Bereich unserer Erwartungen», erklärte ‌Vertriebschef Matthias Becker am Freitag. Das ‌Angebot sei mit dem ​Produktionsende des Verbrennermodells Porsche 718 geringer gewesen, die Vergleichsbasis beim E-Modell Macan durch den erfolgreichen Anlauf vor Jahresfrist hoch. Der Wegfall von Steuervergünstigungen für Elektrofahrzeuge in den USA ‌dämpfte zudem die Nachfrage, der Absatz sank um elf Prozent.

In China sanken die Verkäufe weiterhin rasant - Porsche schlug ​mit rund 7500 Autos ein Fünftel ​weniger los. Das Marktumfeld bleibe ​herausfordernd. Der Fokus liege weiter auf einem wertorientierten Absatz - das heisst, ‌der Autobauer hält sich gezielt aus Rabattschlachten heraus und nimmt lieber weiteren Schwund der Verkäufe am weltweit grössten ​Automarkt ​hin. In Europa schnitt die ⁠Marke kaum besser ab mit ​18 Prozent Rückgang, am ⁠Heimatmarkt Deutschland gab es ein kleines Plus ‌von vier Prozent.

Die Volkswagen-Tochter steckt in einer schweren Krise - operativ schrieb Porsche 2025 nur knapp schwarze ‌Zahlen. Der neue Vorstandschef Michael Leiters will ​mit einem harten Sparkurs und einer neuen Modellpalette das Steuer herumreissen.

(Reuters)