Die Namenaktien und Inhaberaktien von Swatch legen am Freitag nach Börseneröffnung mehr als 7 Prozent zu. Nach einer halben Stunde pendeln sie sich bei 34,74 Franken, respektive 172,60 Franken ein.
Der Uhrenkonzern hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Umsatz und Gewinn erzielt, plant jedoch die Auszahlung einer höheren Dividende. Anleger dürften sich aber besonders vom Ausblick überzeugt fühlen. Der Konzern geht in 2026 von einer «erheblichen» Verbesserung des Produktionsergebnisses aus. Und auch auf Gruppenebene werde sich die Profitabilität «substanziell» verbessern.
Jean Philippe Bertschy von Vontobel sieht den Tiefpunkt bei Swatch überwunden, da der Druck in China nachlässt und die Dynamik im US-Geschäft trotz der Zollthematik stabil bleibt. Auch die Zürcher Kantonalbank (ZKB) wertet die Umsatzverbesserung im zweiten Halbjahr als Hoffnungsschimmer für die Zukunft.
Eine rasche Rückkehr zum Volumenwachstum sei entscheidend, um die Operating Leverage und Cash-Generierung wiederherzustellen, so der Vontobel-Experte. Zugleich müssen die Lagerbestände - derzeit auf Rekordniveau im Verhältnis zum Umsatz - reduziert werden.
Laut ZKB ist die kurzfristige Schlüsselfrage, wie stark Swatch von einer Verbesserung in China profitieren kann und inwieweit diese Erholung weitergeht. Änderungen bei Management und Strategie wären weitere positive Katalysatoren.
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