Laut Chrono24, einem Online-Marktplatz für Luxusuhren, schnellten die täglichen Suchanfragen zum Verkaufsstart der Royal Pop auf das 2,9-Fache des bisherigen Rekordwerts von 2022 hoch. Damit handelt es sich um das grösste Nachfrage-Ereignis einer Swatch-Kollaboration in der Geschichte der Plattform.

Der Datenverkehr auf der Plattform sei nach der Ankündigung sprunghaft gestiegen, so Chrono24. Denn nicht alle Menschen planen, die Uhren zu behalten, sondern hoffen auf schnelle Gewinne im Wiederverkauf. Chrono-Mitgründer Tim Stracke bezeichnete die Aktion in einem LinkedIn-Beitrag als «PR-Stunt des Jahrzehnts», wie Bloomberg berichtete.

Der Marktpreis auf der Plattform hat sich derweil deutlich über dem offiziellen Verkaufspreis eingependelt. Obwohl die Modelle je nach Variante zwischen 385 und 400 Euro kosten, liegt der durchschnittliche Transaktionspreis bereits bei 1440 Euro. Die Hälfte aller Verkäufe bewegt sich zwischen 1200 und 1400 Euro, einzelne Inserate reichen jedoch bis deutlich über 2500 Euro.

Balazs Ferenczi, Head of Brand Engagement bei Chrono24, kommentiert: «Was auffällt, ist die Zahl der Käufer, die zum ersten Mal überhaupt eine Uhr kaufen. Swatch hat sich in diesem Segment als prägende Marke etabliert. Zuerst mit Omega und der MoonSwatch, jetzt mit Audemars Piguet und der Royal Pop.»

Auch andere Modelle profitieren vom Hype. Chrono24 registriert im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen sechs Monate einen deutlichen Nachfrageanstieg bei verwandten Uhren: Die Nachfrage nach der AP Royal Oak legte um 40 Prozent zu, jene nach der MoonSwatch um 422 Prozent. Besonders stark fiel der Effekt bei der Swatch x Blancpain Scuba Fifty Fathoms aus, deren Nachfrage um 472 Prozent anzog.

Sicherheitsbedenken bei Verkaufsstart

Der Verkaufsstart am 16. Mai verlief weltweit turbulent. Tagelang hatten Menschen in langen Schlangen angestanden, um die Pop-Art-Uhr zu kaufen. Videos und Fotos in sozialen Medien zeigten das Chaos vor mehreren Filialen. 

In der Dubai Mall und in der Mall of the Emirates in Dubai sei der Ansturm auf die Uhr sogar so gross gewesen, dass der Verkaufsstart aus Sicherheitsgründen abgesagt werden musste, teilte Swatch auf seinem Instagram-Account mit. Ähnliche Szenen spielten sich in Grossbritannien, Frankreich, den USA und Singapur ab.

Die Kollektion umfasst acht farbenfrohe Pop-Art-Versionen des berühmten Royal-Oak-Designs. Die Uhr kann auch als Anhänger, Taschenaccessoire oder Tischuhr genutzt werden. Die Modelle stammen aus einer seltenen Zusammenarbeit der konkurrierenden Uhrenhersteller Swatch und Audemars Piguet. 

Aisha Gutknecht arbeitet seit Juli 2024 als Redaktorin für cash.ch.
Aisha GutknechtMehr erfahren