Die Aktien von Fluggesellschaften brachen am Montag stark ein, da Airlines am Persischen Golf ihre Flüge grossflächig einstellten und damit einige der verkehrsreichsten Drehkreuze der Welt lahmlegten. Auch die Aktien des Schweizer Reisedetailhändlers Avolta wurden in Mitleidenschaft gezogen und notieren am Montagmorgen zeitweise 6,4 Prozent im Verlust.

Emirates, die grösste internationale Fluggesellschaft der Welt, setzte sämtliche Flüge von und nach Dubai bis Montagnachmittag (15 Uhr Ortszeit) aus und warnte vor weiteren Einschränkungen bis Donnerstag. Etihad Airways verlängerte seine Flugstornierungen bis 14 Uhr, während Qatar Airways alle Verbindungen nach und von Doha einstellte, nachdem der Luftraum über Katar geschlossen worden war. Die Auswirkungen reichen bis nach Asien: Cathay Pacific strich Flüge in den Nahen Osten bis zum 5. März, und in Indien verlängerte IndiGo seine Flugausfälle bis Dienstag. 

US-Präsident Donald Trump kündigte an, die Luftangriffe gegen den Iran fortzusetzen, bis die Ziele erreicht seien. Diese Ankündigung trieb die Aktienkurse von Fluggesellschaften weiter in den Keller, da Anlegerinnen und Anleger die Folgen von Flugstreichungen, gesperrtem Luftraum und langanhaltenden Reisebehinderungen bewerteten. Cathay Pacific verlor in Hongkong bis zu 7 Prozent, Singapore Airlines bis zu 7,5 Prozent und Qantas Airways sogar bis zu 10 Prozent.

Die Zivilluftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate gab bekannt, dass sie sich um über 20’000 betroffene Passagiere kümmern musste, die von den Störungen betroffen waren. Zehntausende Reisende sitzen in einer Region fest, die als globaler Superknotenpunkt fungiert und fast jeden Punkt der Erde mit nur einem Zwischenstopp verbindet.

Mehrere Flughäfen am Golf wurden in die Kampfhandlungen hineingezogen, nachdem der Iran mit Raketen und Drohnen auf den anfänglichen Angriff von israelischen und US-Luftstreitkräften am Samstag reagiert hatte. Am Flughafen Abu Dhabi kam eine Person ums Leben, mehrere wurden verletzt, nachdem die Emirate eine iranische Drohne abgefangen hatten. Dubais Hauptflughafen, der verkehrsreichste internationale Knotenpunkt der Welt, meldete Beschädigungen an einem Terminal, wobei vier Mitarbeiter verletzt wurden.

(Bloomberg/cash)