Die Aktien von Galderma legen am Montag nach Börsenstart 1,0 Prozent auf 175,35 Franken zu, während der Gesamtmarkt gemessen am Swiss Performance Index (SPI) um 0,77 Prozent anzieht. Seit Jahresbeginn hat der Titel etwas mehr als 8 Prozent zugelegt. 

Zu Wochenbeginn trafen gleich zwei neue Kursziele ein. Dabei scheint der Markt mehr von der Einschätzung von Kepler Cheuvreux überzeugt als dieser von der Basler Kantonalbank, welche die Abdeckung mit «Marktgewichten» und einem Kursziel von 180 Franken aufnahm. 

Die französische Researchboutique zeigt sich bei einer Einstufung «Buy» wesentlich optimistischer und hat das Kursziel auf 215 nach 167 Franken angehoben. Das ist das höchste Kursziel am Markt gemäss AWP-Analyzer. 

Bisher ging das höchste Kursziel von der britischen Investmentbank Barclays aus, welche 210 Franken für den Titel aufruft. Deren Analyst James Gordon sieht weiterhin Potenzial in der Galderma-Aktie. Seine Wachstumserwartungen von über 22 Prozent liegen nach der letzten Anpassung im Modell vom vergangenen Freitag über der nach oben korrigierten Prognose von Galderma mit plus 19 bis 21 Prozent in lokalen Währungen. Als Treiber für die Aktie und Kaufargumente nannte Gordon ein starkes drittes Quartal, den bevorstehenden US-Antrag für das Botox-Produkt Relfydess bis Jahresende und insgesamt ein starkes Jahr 2027.

Daten des AWP-Analyzer zeigen, dass 14 Analysten den Titel mit «Kaufen» und vier mit «Halten» einstufen. Es liegt keine Verkaufsempfehlung vor. Das durchschnittliche Kursziel beträgt 189 Franken. 

Galderma hat Erwartungen im ersten Halbjahr übertroffen

Das Wachstum sei breit über alle Sparten und Regionen abgestützt gewesen, teilte Galderma am vergangenen Donnerstag bei der Vorlage der Halbjahreszahlen mit. Zwischen Januar und Juni setzte Galderma 3,13 Milliarden US-Dollar um und damit 28,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Zu konstanten Wechselkursen lag das Plus bei 24,6 Prozent, wie aus dem Communiqué hervorgeht.

Im Geschäft mit ästhetischen Behandlungen, zu denen unter anderem Faltenbehandlungen mit Botulinumtoxin sowie Hautfüller zählen, stieg der Umsatz währungsbereinigt um 12,1 Prozent auf 1,4 Milliarden. Wachstumstreiber waren vor allem die hohe Nachfrage nach Faltenbehandlungen, die Einführung neuer Produkte sowie weitere Marktanteilsgewinne. Im Bereich medizinische Hautpflege legte der Umsatz um 16,4 Prozent auf 848 Millionen Dollar zu, getragen durch eine starke Nachfrage nach den Marken Cetaphil und Alastin, einen stark wachsenden E-Commerce-Kanal sowie zahlreiche Produktinnovationen und internationale Markteinführungen.

Am dynamischsten entwickelte sich das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten gegen Hautkrankheiten, dessen Umsatz um knapp 68 Prozent auf ebenfalls 848 Millionen zulegte. Hauptgrund war die erfolgreiche Einführung des Medikaments Nemluvio gegen entzündliche Hauterkrankungen, das bereits mehr als die Hälfte der Segmenterlöse ausmachte, während zugleich das etablierte Dermatologie-Portfolio von einer niedrigen Vorjahresbasis und verzögerten Generikaeintritten profitierte.

Marge deutlich verbessert

Noch stärker als die Umsätze steigerte Galderma im Berichtszeitraum sein Betriebsergebnis vor Abschreibungen. Der Core-EBITDA lag mit 802 Millionen US-Dollar währungsbereinigt um 42,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Die entsprechende Marge verbesserte sich um 328 Basispunkte auf 25,6 Prozent. Galderma begründet das Plus unter anderem mit dem Umsatzwachstum und einer günstigen zeitlichen Verteilung der operativen Kosten.

Vor dem Hintergrund der breit abgestützten Geschäftsentwicklung hat Galderma die Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben. Das Unternehmen erwartet nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 19 bis 21 Prozent statt wie bislang 17 bis 20 Prozent. Derweil wird für die Kern-EBITDA-Marge 2026 weiterhin ein Wert von etwa 26 Prozent zu konstanten Währungen angepeilt.

(Mit Material der Nachrichtenagentur AWP)

Thomas Daniel Marti
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