Die französische Aufsichtsbehörde ⁠ACPR und die Europäische Zentralbank (EZB) hätten die Genehmigung erteilt, teilte Revolut ‌am Montag mit. Das Fintech ‌will nun Paris zum Hauptsitz ​für Westeuropa ausbauen und rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Frankreich einstellen. Insgesamt sollen in Westeuropa mehr als 600 neue Stellen geschaffen werden. Bislang nutzte Revolut ‌für sein EU-Geschäft eine litauische Lizenz. Nun sollen die Kunden schrittweise auf die französische Gesellschaft übertragen werden – beginnend ​in Frankreich, gefolgt von Ländern wie Deutschland, ​Irland, Italien, Portugal und ​Spanien.

Mit der neuen Lizenz kann Revolut künftig speziell auf lokale ‌Märkte zugeschnittene Dienstleistungen wie Kredite und regulierte Sparprodukte anbieten. Revolut, das im März eine britische Banklizenz erhalten hatte, ​gehört ​zu den wertvollsten Fintechs weltweit. ⁠Bei einem kürzlich erfolgten Verkauf ​von Aktien durch Altaktionäre ⁠an Investoren wurde das Unternehmen Insidern zufolge mit ‌115 Milliarden Dollar bewertet. Das übertrifft die Bewertung traditioneller Geldhäuser wie der britischen Barclays oder ‌der französischen Societe Generale deutlich.

(Reuters)