Der Umsatz von Rheinmetall im Jahr 2026 werde nun ‌bei rund 13,2 Milliarden Euro erwartet, teilte das Düsseldorfer ‌Unternehmen am Mittwoch mit. Bislang hatte ​Rheinmetall 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die operative Rendite werde voraussichtlich auf rund 18,5 Prozent von zuvor anvisierten rund 19 Prozent sinken.

Grund für die gedämpften Erwartungen sei unter anderem eine wahrscheinliche Verzögerung bei der Beauftragung für ‌das Boxer-Radpanzer-Projekt «Arminius». Die Prognose werde angepasst, «da mit dem entsprechenden Auftragseingang in 2026 nicht mehr gerechnet werden kann». Zudem sei im Geschäft mit der Artilleriemunition absehbar, dass es ​zu Verzögerungen bei Losabnahmen kommen werde. «Diese Umsätze werden sich dementsprechend ins ​Jahr 2027 verschieben.»

Im Projekt «Arminius» plant die Bundeswehr ​eine umfassende Bestellung von Radpanzern des Typs Boxer in verschiedenen Fahrzeugvarianten, die von Rheinmetall und ‌KNDS produziert werden. In Branchenkreisen war in der Vergangenheit von bis zu 3000 Fahrzeugen die Rede gewesen. Im August hatte sich Konzernchef Armin Papperger im Reuters-Interview noch zuversichtlich ​gezeigt, ​dass es einen Vertrag mit dem ⁠Bund bis Jahresende geben werde. Er hatte das ​Volumen eines ersten Auftrags ⁠für Rheinmetall auf 12,4 Milliarden Euro veranschlagt. Weitere Bestellungen und Service-Aufträge sollten ‌folgen.

Im abgelaufenen dritten Quartal verzeichnete der Konzern dagegen deutliche Zuwächse. Der Umsatz stieg um 32 Prozent auf 3,15 Milliarden Euro. Das operative ‌Ergebnis kletterte um 62 Prozent auf 553 Millionen Euro, ​was die operative Marge von 14,8 auf 17,5 Prozent verbesserte. Der Auftragseingang lag bei 2,89 Milliarden Euro.

(Reuters)