Die Aktien von Richemont haben sich auf einem Niveau auf dem Rekordhoch eingependelt. Seit Mitte Juli schwanken die Titel zwischen 188 und 198 Franken. Das Allzeithoch liegt bei 198,25 Franken.

Zur Erinnerung: Am 15. Juli veröffentlichte der Luxusgüterkonzern die Zahlen zum ersten Quartal. Das währungsbereinigte Umsatzwachstum von 20 Prozent übertraf dabei selbst die kühnsten Erwartungen der Experten. Die Aktien schossen daraufhin um fast 6,7 Prozent auf den bisherigen Höchststand. Wie geht es weiter?

Operativ dürfte der starke Lauf anhalten. Analystinnen und Analysten rechnen zum Geschäftsjahr 2028/2029 mit einem Umsatzplus von knapp 15 Prozent. Der operative Gewinn wächst dank eines Margenanstiegs von 28 auf über 30 Prozent überdurchschnittlich. Beim Gewinn pro Aktie erwarten Experten ein Plus von rund einem Drittel.

Auf Basis der Schätzungen für 2028 ist Richemont mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 20,6x bewertet. Für das kommende Jahr liegt die Kennzahl bei 27,2x. Das Überraschende hier: Trotz Rekordzahlen zahlen Anlegerinnen und Anleger also keine Rekordbewertung. In den Jahren 2020 und 2021 lag das KGV in der Spitze bei über 32x. Der langfristige Durchschnitt beträgt derweil rund 21x.

Charttechnisch scheint die Aktie nach dem starken Lauf eine Verschnaufpause einzulegen. Immerhin haben die Titel in rund fünf Monaten über 42 Prozent an Wert zugelegt. Neue Widerstände nach oben fehlen - schliesslich befinden sie sich auf Neuland. Hält die Unterstützung bei etwa 190 Franken, bleibt der Aufwärtstrend jedoch intakt.

Auch Analysten gehen von einem positiven Momentum aus. Das durchschnittliche Kursziel liegt weiterhin 3 Prozent über dem aktuellen Kursniveau bei 203,53 Franken - ein Allzeithoch. Entsprechend positiv wird die Aktie bewertet: Von 28 Experten raten 15 zum Kauf, zwölf empfehlen Halten und einer einen Verkauf. Das durchschnittliche Rating hat sich zuletzt allerdings leicht zu Ungunsten des Konzerns entwickelt: Im Frühjahr empfahlen noch 18 von 27 Analysten den Kauf, bei null Verkaufsempfehlungen. Der starke Kursanstieg ist demnach nicht allen geheuer.

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