Im dritten Quartal 2025/26 (per Ende Dezember) stieg der Umsatz um 4 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro, wie Richemont am Donnerstag mitteilte. In Lokalwährungen legten die Verkäufe sogar um 11 Prozent zu. Das sind mehr als im Rekord-Vorjahresquartal, als die Genfer +10 Prozent schafften. Analysten hatten beim organischen Wachstum im Durchschnitt lediglich einen Anstieg von 8,3 Prozent erwartet.

Die vier Schmuckhäuser der Gruppe - Buccellati, Cartier, Van Cleef & Arpels und Vhernier - erzielten im dritten Quartal 2025/26 (per Ende Dezember) einen Umsatzanstieg von 6 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. In konstanten Währungen lag das Wachstum bei 14 Prozent. Richemont spricht am Donnerstag von einer «erfolgreichen Weihnachtssaison in allen Häusern».

Auch das Uhrengeschäft fand im Vergleich zum Vorjahresquartal mit +1 Prozent zu Wachstum zurück. Organisch wuchs der Bereich gar um 7 Prozent. Dabei sei das zuletzt sehr harzig verlaufene Uhrengeschäft in allen Regionen gewachsen, hiess es.

Gewinnzahlen publiziert Richemont zum dritten Quartal nicht. Einen konkreten Ausblick für das Gesamtjahr 2025/26 gab der Luxusgüterkonzern wie üblich ebenfalls nicht.

Schwache Währungen und Materialkosten belasten

Auf Gruppenebene lieferte Asien-Pazifik den grössten Beitrag mit einem Umsatzanteil von 29 Prozent. Als einzige Region ist der Umsatz mit -2 Prozent weiterhin rückläufig. Zu konstanten Währungen fand sie aber im Vergleich zum Vorjahr zu Wachstum zurück mit +6 Prozent und setzte damit den Trend aus dem Vorquartal fort. Der Umsatz in China, Hongkong und Macau stieg um 2 Prozent, was aber vor allem auf die solide Entwicklung in Hongkong zurückzuführen sei.

Der zweitgrösste Markt Americas (Umsatzanteil: 27 Prozent; organisches Wachstum: +14 Prozent) legte kräftig zu, aber auch Europa (24 Prozent; +8 Prozent) zeigte sich robust. Insbesondere die für Richemont «kleineren» Regionen Naher Osten & Afrika sowie Japan mit einem Umsatzanteil von je 10 Prozent verzeichneten die grössten Wachstumsraten mit +20 Prozent respektive +17 Prozent.

Alle Vertriebskanäle hätten zum Umsatzwachstum beigetragen, so der Genfer Konzern weiter. Dabei wuchsen die Verkäufe über den Detailhandel (72 Prozent Umsatzanteil) mit organisch 12 Prozent am stärksten. Der Grosshandel zog um 9 Prozent an. Beim Online-Handel lief es noch am wenigsten rund: organisch +5 Prozent Prozent, -1 Prozent in tatsächlichen Währungen. Damit lag der Umsatzanteil bei knapp 6,5 Prozent.

Derweil investiere Richemont konsequent weiter in die Maisons, um das Wachstum in einem «komplexen makroökonomischen Umfeld» zu fördern. Schwächere Hauptverkaufswährungen sowie steigende Materialkosten drückten auf die Margen.

(AWP)