Der Umsatz entwickelte sich dagegen erneut rückläufig. Die Transformation hin zu einem technologiegetriebenen Medien- und Marktplatzunternehmen schreitet voran.
Der operative Gewinn auf Stufe EBITDA nahm 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent auf 120,3 Millionen Franken zu. Die Marge verbesserte sich damit von 14,8 Prozent auf eine neue Rekordmarke von 15,8 Prozent. Mit einem Anteil von 83 Prozent (Vorjahr: 82 Prozent) trägt das Digitalgeschäft den Löwenanteil zum Betriebsgewinn bei.
Weiter rückläufig war dagegen der Umsatz: Er verminderte sich letztes Jahr um 4,8 Prozent auf 762,4 Millionen Franken. Die Abnahme sei dabei zum allergrössten Teil auf die planmässige Schliessung des Druckereibetriebs der Swissprinters in Zofingen zum Jahresende 2024 zurückzuführen, schreibt Ringier in einer Medienmitteilung vom Dienstag. Zusätzlich sei das Medien-Portfolio in Ungarn verkauft worden, ergänzte CEO Marc Walder am Mediengespräch zum Jahresabschluss.
Hoher Beteiligungsgewinn aus Börsengang von SMG
Zu den bedeutendsten Ereignissen im Berichtsjahr gehörte der Börsengang der Swiss Marketplace Group (SMG). Mit einer Marktkapitalisierung von rund 4,5 Milliarden Franken zählte SMG 2025 in Europa zu den grössten Börsengängen. Ringier verkaufte im Rahmen des IPO einen Anteil von 10 Prozent an der Online-Marktplatzbetreiberin. Der daraus resultierende beträchtliche Beteiligungsgewinn ist im ausgewiesenen Betriebsergebnis der Ringier-Gruppe nicht enthalten. «Unter Einschluss dieses Gewinns war 2025 natürlich ein absolutes Rekordjahr», machte CEO Marc Walder klar.
Ringier hält nach dem Verkauf noch knapp 20 Prozent an SMG. Dabei soll es vorläufig auch bleiben: «Wir wollen keine weiteren Anteile verkaufen», so Walder.
Der signifikante positive Einmaleffekt aus dem SMG-Börsengang stärkt die Kapitalbasis der Ringier-Gruppe nochmals beträchtlich. Und darauf entwickelt Ringier das eigene Geschäftsmodell weiter.
KI ist erfolgskritisch
Mit Künstlicher Intelligenz (KI) stehe man am Anfang des vierten Kapitels der beinahe 200-jährigen Unternehmensgeschichte, erklärte Walder. «KI verändert, wie wir arbeiten, entscheiden und gestalten.» Für die Medienindustrie stelle KI einen fundamentalen Umbruch dar, vergleichbar mit der digitalen Revolution, so Walder weiter.
2025 habe Ringier den Schritt von der KI-Exploration zur KI-Integration vollzogen. KI stehe bei Ringier nun dezentral allen Mitarbeitenden in allen Geschäftseinheiten zur Verfügung. Und CEO Walder forderte die Belegschaft am traditionellen Speak-Event mit Nachdruck auf, KI für die eigene Arbeit auch zu nutzen. «Wer KI adaptiert, gehört zu den Gewinnern; wer es nicht macht, ist selbst schuld», so die klare Meinung des Ringier-Chefs.
Die Ringier-Gruppe, die unter anderem den «Blick» herausgibt, beschäftigt rund 5500 Mitarbeitende.
(AWP)

