Risikokapitalspezialist - Starke Zahlen: Partners-Group-Aktie nicht ohne Grund in der Favoritenrolle

Die Entwicklung der Partners Group ist eine Erfolgsgeschichte. Allerdings notiert die Aktie nur leicht über dem Stand von Anfang Januar. Das könnte sich angesichts überzeugender Zahlenfakten nun ändern.
15.01.2021 11:15
Von Lorenz Burkhalter
André Frei, Co-CEO Partners Group.
André Frei, Co-CEO Partners Group.
Bild: cash

Die Investoren rennen der Partners Group weiterhin die Tür ein. Wie der Spezialist für Risikokapitalanlagen am Donnerstagabend informierte, stiegen die verwalteten Vermögen per Ende Dezember auf 109 Milliarden Franken und damit erstmals in der Firmengeschichte auf über 100 Milliarden Franken.

Doch nicht nur die verwalteten Vermögen, auch die Kundenzusagen übertreffen mit 16 Milliarden Franken die bei etwas weniger als 15 Milliarden Franken liegenden Analystenschätzungen. Und es kommt noch besser: Für 2021 geht das Unternehmen von einer Kundennachfrage in Höhe von stolzen 16 bis 20 Milliarden Franken aus.

Mit anderen Worten: Die Partners-Group-Aktie ist zu Beginn des neuen Börsenjahres nicht ohne Grund in der Favoritenrolle. Neben Vontobel setzen bei ihren Jahresfavoriten auch Mirabaud Securities und die Zürcher Kantonalbank auf den Risikokapitalspezialisten (cash berichtete).

Rückt das bisherige Rekordhoch in Griffnähe?

Noch spiegelt sich das allerdings nicht in der Kursentwicklung wider. Seit Jahresbeginn steht die Aktie gerade einmal mit 0,7 Prozent im Plus. Schuld trägt mitunter BNP Paribas. Die französische Grossbank stutzte die Aktie erst kürzlich von "Outperform" auf "Neutral" zurück, obwohl sie sichtlich Gefallen am Geschäftsmodell findet. Bei BNP Paribas gibt man anderen europäischen Vermögensverwaltern den Vorzug.

Nach einem eher verhaltenen Handelsauftakt gewinnt die Partners-Group-Aktie an Fahrt. Zur Stunde gewinnt sie 1,9 Prozent auf1057 Franken. Bis zum Rekordhoch bei 1081 Franken ist es allerdings noch ein Stück. Auch die Veröffentlichung des detaillierten Jahresergebnisses liegt noch in weiter Ferne. Das Unternehmen legt dieses nämlich erst am 16. März vor.

Dennoch sieht sich die Credit Suisse auf Basis des vorliegenden Zahlenkranzes in ihrer positiven Haltung bestätigt. Sie erhöht das Kursziel auf 1180 (zuvor 1100) Franken und wiederholt die "Outperform" lautende Kaufempfehlung. Die Grossbank begrüsst die sich beschleunigende Wachstumsdynamik.

Rückkehr zum gewohnten Geschäft

Auch J.P. Morgan lobt das Wachstum bei den verwalteten Vermögen. In Erwartung eines weiteren starken Geschäftsjahres preist die US-Investmentbank die Aktie neuerdings mit einem Kursziel von 1170 (zuvor 1110) Franken zum Kauf an und zählt den Risikokapitalspezialisten zu den Favoriten unter den Vermögensverwaltern.

Wie die Zürcher Kantonalbank festhält, ist die Partners Group nach den pandemiebedingten Finanzmarktturbulenzen vom Frühling zum "business as usual" zurückgekehrt. Die Nachfrage nach alternativen Anlagen sei unverändert robust und laufe auch nicht am Unternehmen vorbei. Angesichts des beeindruckenden Leistungsausweises könne man die guten Zahlen aber nur noch wohlwollend zur Kenntnis nehmen. Für einen Überraschungseffekt reiche es nicht mehr ganz. Das Anlageurteil lautet deshalb weiterhin nur "Marktgewichten".