Beim Halbmarathon in Peking haben humanoide Roboter ihre menschliche Konkurrenz klar abgehängt. Der siegreiche Roboter ‌der ⁠chinesischen Smartphone-Marke Honor legte die 21 Kilometer lange Strecke ⁠am Sonntag in 50 Minuten und 26 Sekunden zurück. Damit unterbot ‌er den menschlichen Halbmarathon-Weltrekord, den der ugandische Läufer ‌Jacob Kiplimo im März ​in Lissabon aufgestellt hatte, gleich um mehrere Minuten.

Auch andere Roboter waren deutlich schneller als die Profisportler und liefen um mehr als zehn Minuten früher als die menschlichen ‌Sieger im Ziel ein. Um Zusammenstösse zu vermeiden, traten die Maschinen und die 12'000 menschlichen Teilnehmer auf parallelen Bahnen an.

Das ​Rennen verdeutlichte die rasante Entwicklung in ​der Branche. Bei der ersten Roboter-Teilnahme ​im Vorjahr benötigte die schnellste Maschine für die Strecke noch zwei ‌Stunden und 40 Minuten. Der Roboter war damit mehr als doppelt so lang wie der damalige menschliche Sieger unterwegs. ​Aber ​immerhin erreichte er das Ziel - ⁠die meisten Roboter schafften dies wegen ​Pannen nicht. Auch schickten ⁠2025 lediglich 20 Teams ihre Schützlinge ins Rennen. Diesmal ‌nahmen mehr als 100 Teams teil. Anders als vergangenes Jahr navigierte zudem fast die Hälfte ‌der Roboter autonom durch das Gelände, anstatt ​ferngesteuert zu werden.

(Reuters)