Der Kurs des Partizipationsscheines (PS) von Roche hat Ende letzter Woche 374 Franken erreicht. Das ist der höchste Stand seit Februar in diesem Jahr. Das Allzeithoch rückt dabei immer näher. Es liegt bei 404 Franken und datiert vom April 2022.
Schub bekam der PS vor allem nach der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen am 23. Juli. Die Zahlen waren für Börsianer auf den ersten Blick zwar kaum aufregend, was heisst: Sie lagen im Rahmen der Analystenerwartungen. Doch die bestätigten Jahresziele und der gelassene Ausblick von CEO Thomas Schinecker («Ich glaube nicht, dass es da so viele Unsicherheitsfaktoren gibt») überzeugten die Investoren.
Die Roche-Analystin von Morgan Stanley erhöhte daraufhin letzte Woche ihre Empfehlung für den Roche-Partizipationsschein auf «Overweight» von zuvor «Equal-Weight». Das Kursziel wurde auf ein Rekordhoch von 410 Franken von zuvor 295 Franken erhöht.
Die Analystin glaubt, dass sich das Umsatz- und Gewinnwachstum bei Roche in den nächsten Jahren beschleunigen wird. Einen Wachstumstreiber sieht sie vor allem im Brustkrebsmittel Giredestrant. Sie schätzt das Umsatzpotenzial auf jährlich bis zu 9 Milliarden Franken.
Mit den jüngsten Avancen hat Roche die «Underperformance» gegenüber anderen Pharma-Aktien, insbesondere im Vergleich zum Lokalrivalen Novartis, etwas ausgebügelt. Der PS hat in diesem Jahr nun 12 Prozent dazugewonnen, bei Novartis beträgt die Jahresleistung an der Börse 15 Prozent. Die Novartis-Aktie ihrerseits verpasste das Rekordhoch Ende Juli nur knapp.

