Das Roche-Medikament ist für erwachsene Patienten vorgesehen, deren Erkrankung nach einer Behandlung mit VEGF-Hemmern stabil ist, teilte die Behörde am Freitag mit. Susvimo wird über ein chirurgisch eingesetztes, nachfüllbares Augenimplantat verabreicht, das den Wirkstoff kontinuierlich freisetzt und lediglich alle sechs Monate nachgefüllt werden muss.
Bislang erhalten Patienten mit Ranibizumab in der Regel alle vier Wochen eine Injektion ins Auge. Das neue Implantat soll die Zahl dieser Eingriffe deutlich reduzieren und damit die Behandlungsbelastung für Patienten, Angehörige und Gesundheitssysteme verringern.
Bereits 2025 hatte Roche die CE-Kennzeichnung für seine Port-Delivery-Plattform erhalten, die in der EU unter dem Namen «Contivue» bekannt ist, wie Roche in einer eigenen Meldung vom Freitag schreibt. Diese umfasst das Augenimplantat, über das Susvimo verabreicht wird, sowie vier Zusatzgeräte zum anfänglichen Befüllen, Einsetzen, Nachfüllen und (falls erforderlich) Entfernen des Implantats.
Die Empfehlung des CHMP ist ein Zwischenschritt im Zulassungsverfahren. Die Europäische Kommission muss nun über die EU-weite Marktzulassung entscheiden. Anschliessend befinden die einzelnen Mitgliedstaaten über Preis und Erstattung.
(AWP)

