Wie Roche am Montag mitteilte, bestätigte Fenebrutinib in der dritten zulassungsrelevanten Studie (FENhance 1) sein Potenzial für schubförmige und primär progrediente Multiple Sklerose. In der aktuellen Studie wurde Fenebrutinib mit dem bereits zugelassenen Medikament Teriflunomid (Handelsname u.a. Aubagio) verglichen. Dabei zeigte sich gemäss den Angaben, dass Fenebrutinib die Zahl der Krankheitsschübe deutlich senken kann. Die Schubrate wurde um 51 Prozent reduziert. In einer ähnlichen Studie (FENhance 2) hatte die Reduktion sogar bei 59 Prozent gelegen.

Bei FENhance 1 handelt es sich den Angaben zufolge um die letzte Studie im Rahmen des klinischen Entwicklungsprogramms für Fenebrutinib bei MS, nachdem bereits positive Ergebnisse für FENhance 2 bei RMS und für FENtrepid bei primär progredienter Multipler Sklerose (PPMS) erzielt worden waren.

Die aktuellen Ergebnisse bedeuten rechnerisch, dass Betroffene mit Fenebrutinib im Durchschnitt nur noch etwa einen Schub in 17 Jahren erleben. Ausserdem seien unter der Behandlung weniger neue Schäden im Gehirn entstanden, heisst es. Auch bei der Verschlechterung der Krankheit habe sich ein positiver Trend gezeigt.

Fenebrutinib könnte laut Roche das erste hochwirksame Medikament in Tablettenform werden, das sowohl bei der schubförmigen MS als auch bei der fortschreitenden Form der Erkrankung eingesetzt werden kann. Das Medikament kann ins Gehirn gelangen und wirkt direkt dort, wo die Krankheit entsteht.

Die vollständigen Ergebnisse aller drei zulassungsrelevanten Studien werden im Jahr 2026 auf einem internationalen Fachkongress vorgestellt und bei den Zulassungsbehörden eingereicht.

(AWP)