Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat mit seinem MS-Hoffnungsträger Fenebrutinib einen weiteren Studienerfolg erzielt. ‌In ‌einer Phase-III-Studie bei einer speziellen Form der Multiplen Sklerose (PPMS) senkte das Medikament das Risiko einer fortschreitenden Behinderung um zwölf Prozent ​im Vergleich zu Ocrevus, der bislang ‌einzigen zugelassenen Therapie für ‌diese Verlaufsform und ebenfalls ein Roche-Produkt.

Die Trennung der Behandlungskurven habe sich bereits nach 24 Wochen gezeigt, zusätzliche Analysen deuteten auf Vorteile bei der Funktion der oberen ⁠Extremitäten hin, wie Roche am Samstag mitteilte. PPMS ist die seltenste Form der Multiplen Sklerose, bei der ​die Behinderung von Beginn an kontinuierlich fortschreitet ‌und keine Schübe auftreten.

Roche hatte bereits ‍im November positive Phase-III-Daten bei schubförmiger MS vorgelegt und dabei ​erste Hinweise auf eine Wirksamkeit von Fenebrutinib bei PPMS gemeldet. Die nun präsentierten Daten wurden auf dem Fachkongress ‌ACTRIMS vorgestellt. Laut Roche ist ⁠Fenebrutinib der erste experimentelle Wirkstoff seit ‌über einem Jahrzehnt, der in einer Studie eine Reduktion der Behinderungsprogression bei ‍PPMS zeigen konnte.

Eine Zulassungseinreichung ist geplant, sobald weitere Phase-III-Daten aus einer Studie zur schubförmigen MS ​vorliegen, die für das erste Halbjahr 2026 ‍erwartet werden.

(Reuters)