Der Umsatz von Roche fiel im ersten Halbjahr um zwei Prozent auf ‌30,36 Milliarden Franken, wie der Pharmakonzern am Donnerstag mitteilte. ‌Damit erfüllte Roche die Erwartungen ​der Analysten, die im Schnitt mit 30,31 Milliarden Franken gerechnet hatten. Ohne Währungseffekte stiegen die Erlöse um sechs Prozent.

Dabei liess der Gegenwind durch den starken Franken zuletzt nach: Im ersten Quartal war der Umsatz noch um ‌fünf Prozent gefallen. Der Kerngewinn je Aktie sank im Halbjahr um zwei Prozent auf 10,85 Franken, legte zu konstanten Wechselkursen jedoch um neun Prozent zu.

Die Ziele ​für das Gesamtjahr bestätigte der Basler Konzern. Roche rechnet weiterhin ​mit einem währungsbereinigten Umsatzplus im mittleren einstelligen ​Prozentbereich und einem Gewinnwachstum im hohen einstelligen Bereich.

In der Diagnostiksparte sanken die Erlöse in ‌Franken im ersten Halbjahr um drei Prozent auf 6,74 Milliarden. Roche spürt dort zwar weiterhin die Auswirkungen von Preisreformen im chinesischen Gesundheitswesen. Eine weltweit hohe Nachfrage ​nach Produkten ​für die Immundiagnostik und klinische Chemie ⁠konnte diese Einbussen währungsbereinigt jedoch ausgleichen.

Im Pharmageschäft ​belief sich der Umsatz ⁠auf 23,63 Milliarden Franken - ein Rückgang von einem Prozent, der ohne Währungseffekte jedoch ‌einem Wachstum von sechs Prozent entsprach. Treiber waren unter anderem das Multiple-Sklerose-Mittel Ocrevus, das um sieben Prozent zulegte und 3,47 Milliarden ‌Franken beisteuerte.

Das Blutermittel Hemlibra verbuchte ein Plus von elf ​Prozent und erreichte 2,49 Milliarden Franken. Auch Krebsmedikamente wie Phesgo und Polivy verzeichneten zweistellige Zuwachsraten. 

Die UBS spricht von einem soliden Umsatz im zweiten Quartal. Dieser lag insgesamt im Rahmen der Konsensprognosen. Pharma sei leicht darüber, Diagnostics innerhalb der Erwartungen, schreibt Jefferies.

Der Partizipationsschein von Roche ist nach Handelsbeginn am Donnerstag erst kaum verändert, legt dann aber 1,7 Prozent auf 337,50 Franken zu. Er hat in diesem Jahr rund 2 Prozent dazugewonnen, verglichen mit rund 15 Prozent bei der Aktie des Lokalrivalen Novartis.

(Reuters/AWP/cash)