Zu den grössten Verlierern unter den Blue Chips zählten gestern Roche (-3,6 Prozent) und Novartis (-3,3 Prozent). Der Swiss Market Index (SMI) schloss somit 1,75 Prozent tiefer bei 13'305,40 Punkten. 

Von einem Stimmungsumschwung an den Börsen könne noch nicht die Rede sein, heisst es in Marktkreisen. Auch wurden keine enttäuschenden Studiendaten aus Basel vermeldet. Im Gegenteil: Novartis legte gar positive Pluvicto-Daten bei Prostatakrebs vor, ebenso optimistische Langzeitdaten zu seinem Leukämiemedikament Scemblix (Asciminib). 

Händler vermuten bei den Pharmariesen nach der starken Entwicklung im Mai eher Gewinnmitnahmen. Roche, Novartis und Nestlé machen zusammen etwa 40 Prozent des SMI aus, somit wirken sich deren Kursverluste besonders stark auf den Leitindex aus. Sollten die Abgaben bei den beiden Pharmariesen anhalten, könnte dies auch den Handel am Dienstag belasten.

Roche gewann im letzten Monat 0,9 Prozent und stieg auf das Niveau von Mitte März mit 334 Franken. Ende Februar war der Genussschein bei knapp 375 Franken auf den höchsten Stand seit knapp vier Jahren gestiegen. Während der SMI in den letzten drei Jahren um 22 Prozent zulegte, verzeichnete Roche einen Anstieg von über 27 Prozent. 

Die Aktie von Novartis erreichte im Mai zwischenzeitlich 119 Franken – dieses Niveau hatte der Titel bereits Mitte April inne. Im Februar noch erreichte die Aktie ein Allzeithoch bei 130,50 Franken. Mit einem Kursanstieg von über 60 Prozent in den vergangenen drei Jahren, hat Novartis den SMI übertroffen. 

Aktienkursentwicklungen von Roche und Novartis.

Das durchschnittliche Kursziel der Analysten bei Novartis beläuft sich auf 123,25 Franken - rund 10 Franken über dem gestrigen Schlusskurs von 113,90 Franken. Es überwiegen die Halten-Ratings.

Bei Roche sehen die Experten das durchschnittliche Kursziel bei  358,80 Franken. Aktuell kostet der Genussschein 317,40 Franken. Es liegen acht Halten- und sieben Kaufratings vor.

(cash)