Untersucht wird das Medikament bei Patienten mit einer bestimmten Form von Blutkrebs (chronische lymphatische Leukämie, CLL), deren Erkrankung trotz einer früheren Behandlung fortgeschritten ist. Es handle sich um die erste Phase-III-Studie mit Bexobrutideg und damit um einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer möglichen Zulassung, teilte das US-Biotechunternehmen Nurix am Dienstag mit.

In der Studie werde der Wirkstoff direkt mit dem derzeitigen Behandlungsstandard Pirtobrutinib verglichen. Ziel sei es zu zeigen, dass Bexobrutideg den Patienten bessere Behandlungsergebnisse biete.

An der Studie sollen weltweit rund 620 Patienten teilnehmen. Untersucht werden unter anderem, wie viele Patienten auf die Behandlung ansprechen und wie lange sich das Fortschreiten der Erkrankung hinauszögern lässt.

Bexobrutideg gehört den Angaben zufolge zu einer neuen Klasse von Medikamenten. Anders als herkömmliche Arzneimittel blockiere der Wirkstoff nicht nur ein krankheitsförderndes Eiweiss, sondern sorgt dafür, dass dieses gezielt abgebaut werde. Roche und Nurix sehen darin einen vielversprechenden neuen Therapieansatz.

Der Wirkstoff wird derzeit auch in weiteren Studien untersucht. Neben Blutkrebserkrankungen wollen die beiden Unternehmen sein Potenzial langfristig auch bei Erkrankungen des Immunsystems und des Nervensystems prüfen.

(AWP)