Rohstoffe - Gold ist gefragter denn je: Fonds kaufen massiv Goldbarren

Der Goldpreis kennt in der Corona-Krise nur eine Richtung: Nach oben. Dies zeigt sich auch in den Bilanzen der Gold-ETFs und den Perspektiven der Goldminenbetreibern.
13.07.2020 10:40
Goldbarren im Tresor eines Goldhändlers.
Goldbarren im Tresor eines Goldhändlers.
Bild: imago images / photothek

Gold ist im Moment nicht zu stoppen. Der Goldpreis stieg in diesem Jahr um 19 Prozent auf über 1800 Dollar pro Unze. Dies ist der höchste Preis seit August 2011, wie in der untenstehenden Grafik ersichtlich ist. Und es ist kein Ende absehbar: Das auf lange Jahre "zementierte" Tiefzinsumfeld lässt nur begrenzt Alternativen zu. So erstaunt es nicht, dass viele Marktbeobachter von einer Fortsetzung der Aufwärtsbeewegung in Richtung des bisherigen Rekordhochs bei 1900 Dollar und darüber hinaus ausgehen.

Goldpreis seit Januar 2010 (Quelle: Bloomberg).

Die Bank of America sagt den Goldbesitzern noch eine glänzernde Zukunft voraus. Gemäss ihrer Prognose werde der Goldpreis in den nächsten einenhalb Jahren auf 3000 Dollar pro Unze ansteigen. Der Titel der Studie trug dabei den passenden Namen "The Fed Can't Print Gold": Die US-Notenbank kann zwar Geld drucken, aber Gold nicht.

Dieser Goldrausch zeigt sich auch in den Bilanzen der Gold-ETFs (Exchange Traded Funds). Die börsengehandelten Fonds fügten allein am Freitag 19'936 Unzen Gold zu ihren Beständen hinzu. Viele dieser Fonds halten Gold auch physisch. Der Freitag markiert damit den elften Tag mit Nettozuwachs in Folge. Und allein dieses Jahr belaufen sich die Nettokäufe auf 21,4 Millionen Unzen Gold. Der gesamte Goldbestand der ETFs stieg um 26 Prozent in diesem Jahr auf aktuell 104,3 Millionen Unzen. Dies ist der höchste Stand seit dem 15. Juli 2019. 

Doch auch die Bergbauunternehmen profitieren vom Gold-Rallye. Die Goldminenunternehmen Agnico Eagle, Kinross, Polyus und Fresnillo werden die Konsensschätzungen für 2020 für Umsatz und Ertrag mit grosser Wahrscheinlichkeit übertreffen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg schreibt. Insbesondere Fresnillo habe 2020 das höchste Aufwärtspotenzial.

(cash/Bloomberg)

 
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