Der russische Ölkonzern Rosneft hat im ersten Halbjahr einen Gewinneinbruch von mehr als 68 Prozent auf 245 Milliarden Rubel (ungerechnet rund 2,6 Milliarden Euro) hinnehmen müssen. Konzernchef Igor Setschin machte am Samstag für die Entwicklung Produktionssteigerungen der Opec-Staaten wie Saudi-Arabien, Irak und Kuwait verantwortlich.
Diese Massnahmen hätten zu einem Preisverfall geführt. Die Äusserungen des langjährigen Vertrauten von Präsident Wladimir Putin gelten als erstes Anzeichen von Unbehagen in Russland über die Strategie der Opec+. Die Gruppe aus Opec-Staaten und ihren Verbündeten wie Russland hatte nach jahrelangen Förderkürzungen in diesem Jahr eine Kehrtwende vollzogen, um Marktanteile zurückzugewinnen. Setschin ist für seine Skepsis gegenüber der Zusammenarbeit mit der Opec bekannt.
(Reuters)