Der Auftragseingang sank gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent auf 216,8 Millionen Franken, wie die Gruppe am Mittwoch mitteilte. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten im Schnitt mit 239,9 Millionen gerechnet.
Nach Angaben des Unternehmens wurden allerdings Aufträge im Umfang von mehr als 15 Millionen Franken erst nach dem Bilanzstichtag bestätigt. Diese fielen deshalb ins zweite Halbjahr.
Der Auftragsbestand stieg in der Folge per Ende Juni gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf den Rekordwert von 357,9 Millionen Franken. Laut R&S reichen die Liefertermine für Leistungstransformatoren bis ins Jahr 2027 und teilweise bis 2028.
Der Umsatz schrumpfte um 13 Prozent auf 179,2 Millionen Franken. Auch hier verfehlte R&S die durchschnittliche Analystenschätzung von 199,4 Millionen Franken.
Veränderter Produktemix und längere Lieferzeiten
Das Unternehmen führt den Rückgang auf den Ende 2025 verkauften Geschäftsbereich Electrical Switches, längere Produktions- und Lieferzyklen bei Leistungstransformatoren sowie Verzögerungen bei der Auslieferung zurück. Der Auftragsmix verschiebe sich zunehmend in Richtung Leistungstransformatoren. Deren längere Produktions- und Lieferzeiten verzögerten die Umwandlung des hohen Auftragsbestands in Umsatz, hiess es.
Der operative Gewinn (EBITDA) brach um 23 Prozent auf 34,0 Millionen Franken ein. Die entsprechende Marge verringerte sich auf 19,0 Prozent nach 21,3 Prozent im Vorjahr. Der freie Cashflow verbesserte sich dagegen auf 11,5 Millionen Franken von 5,2 Millionen.
CEO Eduardo Terzi bekräftigte eine anhaltend hohe Nachfrage nach Transformatoren. «Unser Auftragsbestand belegt, dass das langfristige Nachfrageumfeld für unsere Produkte weiterhin stark ist», wurde der Konzernchef in der Mitteilung zitiert. «Während sich Teile des Marktes für Verteiltransformatoren für Energieversorger aufgrund erhöhter Lagerbestände und Installationsengpässen bei einzelnen Kunden etwas normalisieren, waren die strukturellen Wachstumstreiber unserer Branche noch nie überzeugender.»
Für das Gesamtjahr erwartet R&S nach einem stärkeren zweiten Halbjahr weiterhin einen Umsatz von rund 410 bis 420 Millionen Franken sowie eine EBITDA-Marge innerhalb der bisherigen Zielspanne von 19 bis 21 Prozent. Voraussetzung dafür seien planmässige Auslieferungen grosser Leistungstransformatoren.
Der erwartete Umsatz liege damit unter dem im November gesenkten mittelfristigen Wachstumsziel von 8 bis 12 Prozent. Die Mittelfristziele bestätigte das Unternehmen indes. Den detaillierten Halbjahresabschluss will R&S am 16. September publizieren.
(AWP)

