Die Aktien von Swiss Re fallen am Dienstagmorgen kurz nach Börsenstart zeitweise rund 1,7 Prozent auf 134,15 Franken. Dies in einem positiven Marktumfeld: Der SMI stieg um etwa 0,3 Prozent und erreichte mit 14’470 Punkten ein neues Rekordhoch. Eine Herabstufung durch JP Morgan sorgte beim Rückversicherer für Gegenwind und versetzte die Aktien damit ans Tabellenende.

In einer Sektorstudie stuft die US-Grossbank Swiss Re von «Neutral» auf «Underweight» herab und senkt das Kursziel von 140 auf 125 Franken. Die Begründung: Angesichts des schwächeren Preisumfelds im Rückversicherungsgeschäft verschlechtert sich das Chance-Risiko-Verhältnis. Zudem werde die Swiss-Re-Aktie im Vergleich zur Konkurrenz zu teuer gehandelt, obwohl der Gewinn stagnieren dürfte.

Damit wächst die Zahl der negativen Einschätzungen für die Aktien des Rückversicherers weiter. Während vor etwa einem Jahr noch keine Verkaufsempfehlungen vorlagen, raten nun rund die Hälfte der 20 Analystinnen und Analysten zum Verkauf. Auch die Kursziele wurden nach unten korrigiert: Aktuell liegt die durchschnittliche Schätzung für die nächsten zwölf Monate bei 124,40 Franken, was einem möglichen Verlust von rund 8,4 Prozent entspricht. Vor einem Jahr lagen die Prognosen noch bei 145,60 Franken.

Die neuen Schätzungen von JPMorgan liegen damit nahe am Marktkonsens: Bis 2030 wird mit einem moderaten Umsatzwachstum von gut 42,5 auf 48 Milliarden Dollar und einem Gewinnwachstum pro Aktie von 15,90 auf 18,70 Dollar gerechnet. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 10,4x liegt allerdings über dem langjährigen Durchschnitt von 9,5x und nahe an einem Fünfjahreshoch. Dies deutet auf eine erhöhte Bewertung hin.

Luca_Niederkofler
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