Der geldpolitische Schlüsselsatz wurde auf ⁠15,50 von 16,0 Prozent zurückgenommen, wie die Währungshüter am Freitag ‌in Moskau mitteilten. Experten hatten ‌mehrheitlich einen konstanten ​Zins erwartet. Die Zentralbank in Moskau will auf kommenden Sitzungen die Notwendigkeit einer weiteren Leitzinssenkung prüfen - abhängig von der Nachhaltigkeit der Inflationsabschwächung und ‌der Entwicklung der Inflationserwartungen. Die jüngste Lockerung gilt als Versuch, die langsamer laufende Wirtschaft knapp vier Jahre ​nach der russischen Invasion in ​der Ukraine weiter zu stützen.

Die ​Wirtschaft zwischen Kaliningrad und Wladiwostok hatte sich in ‌den ersten drei Jahren des Konflikts trotz westlicher Sanktionen als bemerkenswert widerstandsfähig erwiesen. Im vergangenen Jahr ​setzte ​jedoch ein Abschwung ⁠ein.

Die russische Regierung prognostiziert ​für das laufende ⁠Jahr ein Wachstum von 1,3 Prozent, nach ‌1,0 Prozent im Jahr 2025. Die Zentralbank rechnet für dieses Jahr mit ‌einem Zuwachs zwischen 0,5 und ​1,5 Prozent.

(Reuters)