Allein in der vergangenen Woche seien es fast 10'000 gewesen, sagte Ex-Präsident Dmitri Medwedew am Dienstag in einem Video auf Telegram. "Ich möchte insbesondere darauf hinweisen, dass der versuchte bewaffnete Aufstand die Einstellung der Bürger zum Zeitdienst in der Zone des militärischen Sondereinsatzes nicht verändert hat", erklärte Medwedew unter Anspielung auf den jüngsten kurzzeitigem Aufstand von Söldnern der Wagner-Gruppe.

Medwedew steht mit an der Spitze der Militärisch-Industriellen Kommission, die die russische Rüstungsindustrie kontrolliert.

Experten gehen davon aus, dass Russland im Krieg mit der Ukraine vergleichsweise schwere Verluste erlitten hat. Die genaue Zahl ist nicht bekannt. Präsident Wladimir Putin ordnete im September eine "teilweise Mobilisierung" von 300'000 Reservisten an. Dies veranlasste mutmasslich Hunderttausende Russen zum Verlassen des Landes, um nicht eingezogen zu werden.

Die Wagner-Söldner erhielten nach dem Ende ihres Aufstandes die Möglichkeit, als reguläre Soldaten anzuheuern. Putin hat erklärt, für eine weitere Mobilisierung bestehe keine Notwendigkeit. Allerdings kündigte Russland im vergangenen Jahr an, die Zahl seiner Soldaten um mehr als 30 Prozent auf 1,5 Millionen zu erhöhen. Mit Plakaten und Fernseh-Spots wird für einen Eintritt in die Armee geworben.

(Reuters)