Der Gewinn sprang im Jahresvergleich um 60 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro, wie Spaniens grösstes Kreditinstitut am Mittwoch in Madrid mitteilte. Analysten hatten rund 500 Millionen Euro weniger erwartet. Vom Gewinn stammten 1,9 Milliarden Euro aus dem 7 Milliarden Euro schweren Verkauf des Polen-Geschäfts an die österreichische Erste Group.

Ohne Zu- und Verkäufe wuchs der Gewinn um 12 Prozent. Dabei profitierte Santander von einem starken Kreditgeschäft, etwa in Form von höheren Zinserträgen. Die Spanier bestätigten ihre Ziele für das laufende Jahr und die Zeit bis 2028.

Die Bankerträge stiegen um 4 Prozent auf gut 15,1 Millionen Euro. Ähnlich stark stieg der Zinsüberschuss, und die Gebührenerträge wuchsen sogar noch etwas stärker. Santander erklärte diese Entwicklungen mit einer höheren Kundenaktivität und einem Volumenwachstum in allen Geschäftsbereichen. Zugleich gingen die Kosten zurück, unter anderem dank Sparmassnahmen.

Spaniens grösste Bank hatte im Februar seinen Investoren versprochen, seine Kosten in den kommenden Jahren kontinuierlich zu senken und das Verhältnis von Kosten zu Erträgen bis 2028 auf rund 36 Prozent zu verbessern. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 hatten die Kosten der Bank 41,2 Prozent der Erträge aufgefressen. Im ersten Quartal lag die Kennziffer bei 42,8 Prozent.

(AWP)