Minus 10,35 Prozent - die Aktie des Technologieunternehmens Inficon wurde am Dienstag in grossem Stil verkauft und ging als schwächster Titel des Swiss Performance Index (SPI) aus dem Handel. Dies, während der Gesamtmarkt um 0,92 Prozent anzog.
Das Unternehmen hat die Zahlen zum Geschäftsjahr 2025 mitgeteilt, sie waren allerdings schon weitestgehend bekannt. Insofern war nicht dies die Negativ-Überraschung, sondern dies: Die Prognose für den Umsatz und die Marge blieb unter den Erwartungen. Etwa sahen die Analysten eine operative Marge von 19,3 Prozent (Bank Vontobel) beziehungsweise 20,3 Prozent (Zürcher Kantonalbank). Das Management peilt jedoch 17 bis 19 Prozent an.
«Die Guidance könnte aber in Anbetracht des anstehenden CFO-Wechsels bewusst vorsichtig gewählt sein», gab die Zürcher Kantonalbank (ZKB) zu bedenken. Die Bank Vontobel senkte das Kursziel zwar auf 115 von 126 Franken, ist mit dem neuen Preisziel allerdings rund 17,5 Prozent über der aktuellen Notierung - 97,90 Franken - geblieben. Die Einstufung lautet weiterhin «Hold». Ausformuliert kann man demnach sagen: Anleger, die den Titel schon gekauft hatten und noch besitzen, können mittelfristig auf einen Kursgewinn im zweistelligen Prozentbereich hoffen, sofern sie den Titel weiter halten.
Dabei ist der Experte der Bank Vontobel, Michael Foeth, noch eher zurückhaltend mit seiner Einwertung von Inficon. Der Konsens der von der Nachrichtenagentur AWP erfassten Analysten sieht die Titel des im St. Galler Rheintal beheimateten Konzerns in zwölf Monaten bei 120 Franken. Sechs von zehn Experten stufen die Aktie mit «Kaufen» ein.
Wer sich dennoch anders orientieren will, für den hat die ZKB einen Tipp: «Wir sehen in diesem Marktumfeld bessere Chancen bei der Comet-Aktie», schreiben die Experten. Die Comet-Aktie notiert momentan 21,5 Prozent unter dem Kurszielkonsens gemäss AWP-Analyser. Entsprechen gross ist das Gewinnpotenzial.

