Der Chef des UMG-Grossaktionärs Bollore, Cyrille Bollore, erteilte ⁠dem Übernahmevorstoss am Mittwoch eine klare Absage. «Wir sind der Meinung, dass ‌der Preis bei weitem nicht stimmt», sagte ‌Bollore auf der Hauptversammlung des ​Konzerns. Ackman mache zudem kein Angebot mit eigenem Geld, sondern mit den Mitteln von UMG. Auch sei Ackmans schroffer Führungsstil unvereinbar mit der langfristigen Strategie des Musiklabels. «Was ‌mich betrifft, ist es so, als wäre es bereits abgelehnt worden», fügte Bollore hinzu.

Die Haltung von Bollore ist ​entscheidend, denn er hält direkt und indirekt über ​den Medienkonzern Vivendi, den die ​Familie kontrolliert, insgesamt knapp 32 Prozent an UMG. Ackman selbst hatte ‌eingeräumt, dass ein Geschäft ohne die Zustimmung von Bollore nicht zustande kommen könne, da dessen Anteil am Unternehmen ihm ​faktisch ​ein Vetorecht einräume.

Die Offerte ⁠von Ackmans Hedgefonds Pershing Square ​bewertet UMG mit rund ⁠55,8 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Aufschlag von 78 ‌Prozent auf den Schlusskurs vom 2. April. Der Plan sieht zudem vor, die Hauptnotierung von ‌UMG von Amsterdam in die USA zu ​verlegen.

(Reuters)