Die Spotify-Aktie fiel ⁠am Dienstag im vorbörslichen US-Handel um rund sechs Prozent. Für ⁠das laufende zweite Quartal rechnet das schwedische Unternehmen mit einem operativen Gewinn ‌von 630 Millionen Euro, während Analysten im Schnitt ‌mit 684 Millionen rechnen. ​Zudem signalisierte Spotify ein nachlassendes Wachstum bei den wichtigen Premium-Abonnenten, insbesondere in den Kernmärkten Europa und Nordamerika.

Dabei hatte das abgelaufene erste Quartal die Erwartungen übertroffen. Der operative Gewinn erreichte mit 715 Millionen Euro ‌einen Rekordwert, was vor allem an geringeren Sozialabgaben lag. Diese Abgaben sind in Schweden an den Aktienkurs gekoppelt. Da die Aktie ​seit Jahresbeginn rund 15 Prozent an Wert ​verloren hat, fielen auch die Abgaben ​niedriger aus. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer stieg auf 761 Millionen ‌und übertraf damit die Prognosen. Bei den zahlenden Premium-Kunden verfehlte Spotify mit 293 Millionen Abonnenten die Schätzungen jedoch leicht.

Investoren beobachten nach Preiserhöhungen und ​Sparmassnahmen genau ​die Profitabilität des Konzerns. ⁠Spotify steht unter der Führung der Co-Chefs ​Gustav Söderström und ⁠Alex Norström, nachdem Gründer Daniel Ek im Januar auf den ‌Posten des Executive Chairman gewechselt war. Das Unternehmen konkurriert mit den Musikangeboten von Apple und Amazon und setzt zunehmend ‌auf Funktionen mit Künstlicher Intelligenz (KI), um die Nutzerbindung ​zu stärken.

(Reuters)