Der neue Konzernlenker des US-Einzelhandelsriesen Walmart, John Furner, ist mit einem vorsichtigen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr in seine ‌Amtszeit ⁠gestartet und hat damit die Anleger verschreckt. Er rechne für 2026 ⁠mit einem Umsatzplus zwischen 3,5 und 4,5 Prozent, teilte der seit Monatsbeginn amtierenden ‌Konzernchef am Donnerstag mit. Analysten hatten im Schnitt ‌allerdings ein Wachstum von rund fünf ​Prozent prognostiziert. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 2,75 und 2,85 Dollar liegen, während Experten 2,96 Dollar veranschlagt hatten. Die Aktie gab im vorbörslichen Handel an der Wall Street um 2,6 Prozent ‌nach.

Der vorsichtige Ausblick überschattet ein starkes abgelaufenes Quartal. Im Weihnachtsgeschäft kletterte der Umsatz von Walmart um 5,6 Prozent auf 190,66 Milliarden Dollar. Auf vergleichbarer ​Fläche in den USA legte der Einzelhandelsriese um 4,6 ​Prozent zu und übertraf damit ​ebenfalls die Erwartungen. Zudem kündigte das Management ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 30 Milliarden ‌Dollar an.

Der Erfolg im vierten Quartal 2025 wurde massgeblich vom Online-Geschäft getragen. Die E-Commerce-Umsätze in den USA stiegen um 27 Prozent. Walmart profitierte ​zudem ​davon, dass zunehmend auch einkommensstärkere ⁠Haushalte bei dem Discounter einkaufen. Dank seiner Preissetzungsmacht ​und Investitionen in Lieferdienste ⁠konnte sich der Konzern damit gegen den allgemeinen Trend stemmen, der ‌von einer Kaufzurückhaltung der US-Verbraucher geprägt ist. «Das Tempo des Wandels im Einzelhandel beschleunigt sich», erklärte Furner. «Für unsere Kunden ist die ‌Zukunft schnell, bequem und personalisiert.»