Der Lkw-Bauer Daimler Truck hat wegen der schwachen Nachfrage auf seinem wichtigsten Markt USA im vergangenen Jahr deutlich weniger Nutzfahrzeuge verkauft. Der Absatz sank um acht Prozent auf 422'510 Einheiten, wie der Dax-Konzern am Freitag mitteilte. Dabei verzeichnete der US-Markt den stärksten Rückgang von mehr als einem Viertel auf nur noch 141'814 Fahrzeuge. In den anderen Märkten blieb der Absatz stabil oder legte leicht zu.
Daimler Truck hatte einen Jahresabsatz von 410'000 bis 440'000 Fahrzeugen prognostiziert. Die US-Wirtschaftspolitik unter Präsident Donald Trump sorgt nicht nur durch erhöhte Zölle für steigende Kosten in der Lkw-Produktion, sondern auch für Unsicherheit in der Wirtschaft insgesamt. Spediteure halten sich deshalb mit der Anschaffung neuer Lastwagen zurück. Allein im vierten Quartal setzte Daimler Truck 27 Prozent weniger Fahrzeuge auf seinem normalerweise profitabelsten Markt ab. Das Unternehmen ist in den USA Marktführer mit den Marken Freightliner und Western Star.
Zuletzt gab es jedoch Anzeichen, dass sich die Auftragslage am Markt bessert. Das Investmenthaus Bernstein Research geht davon aus, dass der Tiefpunkt in den USA im ersten Quartal erreicht wird.
(Reuters)
