Als Grund dafür nennt der Bund die zurzeit gesicherte Versorgung der Schweiz mit Mineralölprodukten. Die Lage werde genau verfolgt und bei Bedarf würde der Bund aktiv werden, teilte ein Sprecher des Bundesamts für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Donnerstag auf Anfrage mit. Gegen die freiwillige Massnahme der Internationalen Energieagentur (IEA) habe die Schweiz kein Veto eingelegt.

Als Reaktion auf den Iran-Krieg beschloss die IEA die Freigabe von 40 Millionen Barrel Rohöl, wie die Agentur mit Sitz in Paris am Mittwoch mitteilte. Mit dem Schritt sollen die durch den Krieg angespannten Märkte stabilisiert werden. Die IEA zählt 32 Mitgliedsstaaten, darunter die Schweiz.

Auch die Schweiz kennt Pflichtlager, die bei Bedarf freigegeben werden können. Diese sind gemäss dem Bund im Besitz der mit den Produkten handelnden Unternehmen.

Für Mineralölprodukte decken sie den nationalen Bedarf während 4,5 Monaten, beim Flugpetrol sind es 3 Monate, wie der Sprecher weiter sagte. Das entspreche rund 14,5 Millionen Barrel Benzin und Dieselöl sowie rund 8,6 Millionen Barrel Heizöl und 2,4 Millionen Barrel Flugpetrol.

(AWP)