Die Aktie des Kabelmaschinenherstellers Komax aus Dierikon LU steigt am Freitag nach Handelseröffnung um 8 Prozent auf 79,40 Franken. Am Vortag hatte sie bereits 21 Prozent zugelegt. Ende Januar notierte der Titel noch etwas knapp über 40 Franken.

Trotz überwiegend enttäuschender Halbjahreszahlen, die am Donnerstag bekannt gegeben wurden, reagierten Investoren euphorisch. Sie rückten die Trendwende bei den Auftragseingängen in den Fokus. Dieser hat im ersten Halbjahr das zweithöchste Niveau der Unternehmensgeschichte erreicht.

Besonders die hohe Nachfrage im Bereich von Rechenzentren habe die weiter gedämpfte Auftragslage im Automotive-Geschäft überlagert, hiess es dazu bei Vontobel. Der Umsatz ging wegen der Währungseffekte leicht zurück und unter dem Strich blieb wegen Restrukturierungskosten erneut ein Verlust.

Der zuständige Analyst von Kepler Cheuvreux sieht weiteres Potenzial für Komax an der Börse. Er stufte das Rating für Komax am Freitag auf «Buy» von «Hold» hoch und erhöhte das Kursziel auf 90 von zuvor 55 Franken. Komax habe den Tiefpunkt des Zyklus wahrscheinlich hinter sich. Korrekturmassnahmen stützten nun die Margen und den Cashflow, so der Analyst.

Nach wie vor sucht Komax einen neuen Chef. Die Funktion wird seit der im April angekündigten sofortigen Trennung von Matijas Meyer interimistisch vom VR-Präsidenten Andreas Häberli ausgeübt. Den Posten des Finanzchefs hält derzeit noch interimistisch Andreas Weibel inne, nachdem der frühere CFO Christian Mäder im Januar seinen Abgang per Juni 2026 angekündigt hatte.

Die Suche nach einem neuen CEO und einem neuen CFO verlaufe planmässig, so Komax am Donnerstag. Voraussichtlich noch im dritten Quartal sollte der neue CEO bekannt sein.

(cash/AWP)