Die Schweizer Asset-Management-Industrie steigerte die Vermögen 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent auf 3,73 Billionen Franken und erreichte damit einen neuen Höchststand, wie die Asset Management Association Switzerland (AMAS) am Mittwoch mitteilte. Damit sei die Position als drittgrösster Asset-Management-Standort in Europa gefestigt worden.

Die Schweiz folgt auf Grossbritannien und Frankreich. «Das Schweizer Asset Management bleibt widerstandsfähig, international relevant und strategisch wichtig für den Schweizer Finanzplatz», liess sich AMAS-CEO Adrian Schatzmann in der Mitteilung zitieren. Er bezieht sich dabei auf die Ergebnisse der Branchenstudie «Swiss Asset Management Study 2026», die auf einer Branchenumfrage beruht und die der Verband gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen zeb veröffentlicht hat.

Kleine Player haben es schwer

Die Studie identifiziert laut der AMAS «Private Markets», Innovation und einen stärkeren internationalen Marktzugang als zentrale Treiber für zukünftige Nettoneugeldzuflüsse und Wettbewerbsfähigkeit. Rund ein Drittel der in der Schweiz verwalteten Vermögen stamme von ausländischen Kunden.

Gleichzeitig ist die Branche weiterhin mit anhaltendem Margendruck, steigenden Betriebskosten und wachsender regulatorischer Komplexität konfrontiert. Das Schweizer Asset Management sei ausserdem zunehmend von der starken Entwicklung der Finanzmärkte abhängig geworden, insbesondere getrieben durch den globalen Technologie- und KI-Boom.

Die Bedeutung von Skaleneffekten nimmt in diesem Umfeld zu: Grössere Asset Manager würden weiterhin Marktanteile gewinnen, während kleinere und mittelgrosse Anbieter unter zunehmendem Druck stehen, operativ effizienter zu werden und sich durch ein differenziertes Angebot abzuheben.

(AWP)