Die Bautätigkeit im Hoch- und Tiefbau stieg zwischen Januar und März um satte 5,6 Prozent auf 4,98 Milliarden Franken, wie der SBV am Mittwoch mitteilte. Der Wohnungsbau blieb mit einem Wachstum von 7,4 Prozent die zentrale Stütze der Baukonjunktur.
Der rege Wohnungsbau der vergangenen Quartale habe sich fortgesetzt, so das Communiqué. Ein tiefes Zinsniveau und geringe Leerstände würden weiterhin auf eine hohe Nachfrage treffen. Dies sei ein Umfeld, das den Wohnungsbau antreibe.
Weniger gut lief es im Tiefbau, der mit 0,1 Prozent kaum wuchs. Vor allem die öffentliche Hand trat auf die Bremse, wie aus den Zahlen hervorgeht. Zudem spürte der Tiefbau auch erste Folgen des Irankriegs - in Form von stark gestiegenen Bitumenpreisen.
Geringeres Wachstum im restlichen Jahr
Im Rest des Jahres erwartet der SBV ein tieferes Wachstum als im Startquartal. Gleichwohl sei im Hochbau weiterhin mit einem erfreulichen Plus zu rechnen, im Tiefbau seien die Aussichten hingegen unklar.
Kein grosses Problem sind laut dem Verband derzeit Materialengpässe. Nur etwa 6 Prozent der Bauunternehmen klagten derzeit über solche. Nach Ausbruch des Ukrainekrieges seien es phasenweise rund 50 Prozent gewesen.
(AWP)

