Gleichzeitig sieht sie sich stark verbunden mit den Werten von Nord-, West- und Mitteleuropa, wie eine Umfrage der Denkfabrik Strategiedialog 21 zeigt.
Über drei Viertel der für das «Chancenbarometer» befragten Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz zweifeln gemäss einer Mitteilung vom Sonntag daran, dass die Schweiz militärisch ausreichend auf konventionelle oder hybride Bedrohungen vorbereitet ist. Eine Mehrheit spreche sich dafür aus, das Armeebudget bis 2030 auf mindestens 2 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) zu erhöhen.
Hinterfragt werde in diesem Zusammenhang eine starre Auslegung der Neutralität, geht aus der vom Forschungsinstitut Sotomo durchgeführten Umfrage hervor. Über zwei Drittel hielten demnach eine stärkere sicherheitspolitische Kooperation mit den europäischen Nachbarländern für wünschenswert. Eine Mehrheit könnte sich auch eine engere Zusammenarbeit mit der Nato vorstellen.
Grosse Nähe zu Europa
Über 80 Prozent sehen gemäss Communiqué eine hohe Übereinstimmung mit den Werten von Nord-, West- und Mitteleuropa. Ausserhalb Europas komme lediglich Australien auf einen Wert von über 50 Prozent, während bei den USA nur noch 44 Prozent der Befragten eine «eher grosse» Übereinstimmung mit den Grundwerten sehen.
Umfrageresultate zeigten unter dem Strich nicht eine Bevölkerung, die sich in einer Krise sieht, schreiben die Verantwortlochen. Es offenbare sich vielmehr «ein Land, das seine Lage nüchtern beurteilt».
Für die sechste Ausgabe des Chancenbarometers wurden zwischen 18. November und 15. Dezember 2025 5249 Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz befragt. Die Verantwortlichen sprechen von einem Umfrageresultat mit «hoher Repräsentativität» für die Wohnbevölkerung der Schweiz.
(AWP)

