Schweizer Börse verharrt im Minus

Die Schweizer Börse hat am Freitag nach soliden US-Arbeitsmarktdaten leichter geschlossen. Das Geschäft verlief weitgehend in ruhigen Bahnen, sagten Händler.
04.04.2014 18:10
Bleibt im Minus hängen: Die Schweizer Börse am Freitag.

Im Fokus der Anleger steht der Zementkonzern Holcim, dessen Aktien angesichts der Fusionsgespräche mit Konkurrent Lafarge kräftig anziehen.  Der SMI schliess um 0,2 Prozent schwächer bei 8503 Punkten. Vor einer Woche stand der Leitindex bei 8373 Zählern.

Holcim klettern um fast 7 Prozent und Lafarge schiessen um fast 8 Prozent in die Höhe. Die beiden Marktführer bestätigten Fusionsgespräche. Es würden Verhandlungen über einen möglichen Zusammenschluss geführt. Es werde eine Fusion unter gleichen angestrebt. Es gebe aber keine Gewissheit, dass die Gespräche tatsächlich zu einer Vereinbarung führten.

Zurich Insurance schüttete die Dividende von 17 Franken aus. Ihr Kurs sinkt um 6,5 Prozent oder 17,80 Franken und damit etwas stärker als die Ausschüttung.

Solider Jobmarkt in den USA

Der monatliche Bericht der US-Regierung zum Arbeitsmarkt fiel mit 192'000 neu geschaffenen Jobs solide aber nicht ganz so stark aus wie erwartet. Von Reuters befragte Experten hatten mit 200'000 gerechnet. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 6,7 Prozent. Die US-Notenbank Fed hat eine Straffung ihrer Geldpolitik von einer nachhaltigen Erholung der Wirtschaft abhängig macht. Viele Anleger gehen davon aus, dass die Fed im Frühjahr 2015 erstmals wieder die Zinsen anheben könnte.

Ansonsten halten sich die Kursausschläge mit rund 0,6 Prozent nach oben und unten sehr in Grenzen. Der Markt konsolidiere auf hohem Niveau, sagte ein Händler. Der SMI sei mit dem Anstieg bis zum Mehrjahreshoch an den oberen Rand der sich von 8050 bis 8550 Punkten erstreckenden Tradingrange vorgestossen. "Für einen Ausbruch nach oben hat es bisher nicht gereicht", sagte der Händler.

Bei den Pharmaschwergewichten sind Novartis um 0,1 Prozent schwächer, während Roche und der Biotechtitel Actelion ein halbes Prozent einbüssen. Die Aktie des Lebensmittelriesen Nestlé bröckelte um 0,1 Prozent ab.

Uneinheitliche Finanzwerte

Bei den Grossbanken gewinnen Credit Suisse 0,7 Prozent und UBS ermässigen sich um 0,2 Prozent. Julius Bär rücken um 1 Prozent vor. Die Aktie des Rückversicherers Swiss Re wird durch eine Rating-Senkung von Barclays auf "Equal weight" von "Overweight" um 0,2 Prozent ins Minus gedrückt.

Die Aktien zyklischer Firmen tendierten meist freundlich, geben aber zum Schluss einen Teil ihrer Gewinne wieder ab. ABB werden um 0,5 Prozent höher gehandelt und Geberit liegen mit 0,3 Prozent im Plus.

Der Titel des Personalvermittlers Adecco steigt nach den US-Jobdaten um 0,8 Prozent.

Am breiten Markt legen Calida 3 Prozent zu. Die ZKB empfiehlt die Aktie des Wäscheherstellers neu zum Kauf. Gewinnmitnahmen drücken die Aktie von U-blox um 2,4 Prozent ins Minus.

(Reuters)