Erst waren es 39 Prozent, dann 15 Prozent. Die Zölle der USA auf Schweizer Güter haben hiesige Unternehmen vor Herausforderungen gestellt. Laut Szenarien, die Ökonomen durchgespielt haben, dämpft die Zollpolitik des Weissen Hauses das Wirtschaftswachstum in der Schweiz. Hinzu kamen unter anderem der Druck der Vereinigten Staaten auf die Arzneimittelpreise und die immer wieder aufkommende Unsicherheit über den wirtschaftspolitischen Kurs der USA.
Allerdings sieht Ralf Heckner, Schweizer Botschafter in den USA, die Wirtschaftspolitik des amerikanischen Präsidenten Donald Trump nicht nur negativ. «Ich würde nicht ganz ausschliessen, dass man eines Tages auch positiv auf die Wirtschaftspolitik der Administration Trump zurückblickt – auch aus Sicht der Schweiz», sagt er im Gespräch mit der «NZZ am Sonntag». Heckner begründet: «Bleiben die Vereinigten Staaten ein dynamischer Markt mit wachsender Innovationskraft und investiert die Schweiz dort vermehrt, kann sie langfristig stärker von der amerikanischen Prosperität profitieren.»
Wenn er mit Schweizer Wirtschaftsvertretern spreche, dann sähen diese «das riesige Potenzial der Vereinigten Staaten als Markt». Eine grössere Präsenz der Schweizer Wirtschaft sei im Interesse dieser Firmen und damit im Interesse des Landes, erklärt der Diplomat.
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